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Niedersachsen Bei Hornbach geht es voran
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Bei Hornbach geht es voran
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20:11 30.09.2009
Die Baummarktkette Hornbach ist gut im Geschäft.
Die Baummarktkette Hornbach ist gut im Geschäft. Quelle: ddp
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Während die
Branche insgesamt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatzrückgang um 1,1 Prozent verbuchen musste, stand bei Hornbach, auf vergleichbarer Verkaufsfläche, in den 92 deutschen Häusern ein Plus von 1,3 Prozent in den Büchern.

Noch besser sieht es aus, wenn man die ersten sechs Monate des Hornbach-Geschäftsjahres, das am 1. März beginnt, mit dem Vorjahr vergleicht. In dieser Zeit wurden für rund 864 Millionen Euro Heimwerker-Material in den Hornbach-Märkten in Deutschland verkauft, 3,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Etwas langsamer verlief das Wachstum dagegen im Ausland, das mittlerweile knapp die Hälfte zum Hornbach-Gesamtumsatz beisteuert. Dennoch konnte die Gruppe insgesamt den Umsatz um 4,8 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro steigern. Und auch für das gesamte Geschäftsjahr sehen Albrecht Hornbach und sein Finanzchef Roland Pelka einen Umsatzzuwachs „im mittleren einstelligen Prozentbereich“ voraus.

Noch zufriedener als mit dem Umsatzplus ist das Management mit der Ertragsentwicklung. Zwar lag das Betriebsergebnis zur Geschäftsjahresmitte mit 130 Millionen Euro um 8 Prozent unter dem Vorjahreswert, doch hatte die Gruppe im vergangenen Jahr durch Immobiliengeschäfte einen außerordentlichen Gewinn von rund 45 Millionen Euro erzielt.

Dank der nach wie vor guten Entwicklung gibt es bei Hornbach keine Pläne für Kurzarbeit. Man hat sogar in den vergangenen Monaten die Mitarbeiterzahl um 173 auf jetzt 13 342 nach oben geschraubt, rund 40 davon in Deutschland. Dennoch bleiben Hornbach und Pelka vorsichtig. Die liquiden Mittel von gut 419 Millionen Euro sowie die Eigenkapitalquote von knapp 40 Prozent seien ein gutes Polster für schlechte Zeiten, sagte der Finanzchef. Zusätzlich habe man die Investitionen etwas gedrosselt und werde im nächsten Jahr wohl nur zwei oder drei neue Märkte in Europa eröffnen. Im Rest dieses Geschäftsjahres stehen noch zwei neue Märkte auf dem Programm, einer in Rumänien und einer in der Schweiz.

von Klaus Dieter Oehler