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Niedersachsen So werden Besucher bei der Cebit per Chip getrackt
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16:44 10.06.2018
Mit einem kleinen Chip wird der Weg der Besucher auf der Messe genau verfolgt. Die Daten bleiben anonym. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Die Deutsche Messe AG setzt auf der Cebit zum ersten Mal eine Technik zur Analyse des Besucherverhaltens ein. Der Veranstalter verteilt 10.000 Funkchips an Besucher, um deren Weg über das Gelände nachvollziehen zu können. „Die Besucher machen freiwillig mit“, sagte Messe-Sprecher Hartwig von Saß. „Sie werden an den Eingängen zufällig ausgewählt, angesprochen und umfassend über das Projekt informiert.“ Die Daten würden anonymisiert verarbeitet, betonte von Saß.

Mit Hilfe der Chips erfährt die Messe AG, wie lange Besucher sich an bestimmten Orten aufhalten und welche Wege sie auf dem Gelände zurücklegen. Damit wird sichtbar, welche Themen, Veranstaltungen und Stände auf viel Interesse stoßen – und welche auf weniger. Die Namen der Personen werden nicht erfasst.

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Kommunikation via Bluetooth

Anbieter der Technik ist das erst 2015 gegründete Start-up Waytation aus Wien. „Während in der Online-Welt jeder Klick dokumentiert wird, waren die Möglichkeiten, Besucherströme auf Messen zu analysieren, bisher sehr begrenzt“, sagte Waytation-Chef Cemsit Yelgin. Veranstalter könnten ihre Messen durch die neue Analysemethode besser an die Bedürfnisse ihrer Gäste anpassen und Trends früher erkennen. Die Datenschutz-Grundverordnung halte man dabei selbstverständlich ein.

Die Besucher tragen die kleinen Funkchips an einem Halsband, zusammen mit ihrem Messe-Ausweis. Die Chips kommunizieren über Bluetooth mit Sensoren auf dem Gelände, die die Bewegung erfassen. Die Smartphones der Besucher bleiben außen vor.

Von Christian Wölbert

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