Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen CeBIT in Hannover will vom Aufschwung profitieren
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen CeBIT in Hannover will vom Aufschwung profitieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:57 10.12.2010
Von Helmuth Klausing
Anzeige

Das „weltweit wichtigste Ereignis der digitalen Industrie“ werde am Abend des 28. Februar 2011 von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Hannover eröffnet. Die Türkei ist Partnerland der CeBIT.

Anzeige

Die Deutsche Messe plant im kommenden Jahr mit knapp 4000 Ausstellern für die CeBIT, wie aus einem internen Papier hervorgeht. Das entspräche etwa dem Stand des Jahres 2009 – wäre allerdings eine enorme Steigerung im Vergleich zur CeBIT dieses Jahres: Da kamen nur 3587 Unternehmen, so wenig wie seit 1989 nicht mehr. Offiziell nennt die Deutsche Messe aber weder Planzahlen, noch teilt sie den aktuellen Stand der Anmeldungen für das kommende Jahr mit. Dafür sei es noch zu früh, hieß es am Dienstag.

Nach den Einbußen in der Wirtschaftskrise erholten sich die Märkte in der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) in diesem Jahr. „Unternehmen fangen wieder an, auch ganz massiv in Hardware zu investieren“, sagte der Geschäftsleiter Politik und Recht des Branchenverbands Bitkom, Thomas Mosch: „Auch das wird die Messe beflügeln.“ Nach langer Talfahrt will die CeBIT mit einem erneuerten Konzept wieder durchstarten.

Die Veranstalter von Deutscher Messe und Bitkom haben die CeBIT nach 25 Jahren gründlich umgekrempelt. Von 2011 an wird die Messe in vier Teilbereiche gegliedert, die unterschiedliche Besuchergruppen ansprechen sollen – und das schädliche Image des unüberschaubaren Gemischtwarenladens übertünchen. Die Sparte „CeBIT Pro“ richtet sich in erster Linie an Geschäftskunden, der Bereich „CeBIT Gov“ soll die ITK-Entscheider aus dem öffentlichen Sektor, bei Behörden und Verwaltungen ansprechen.

Im „CeBIT Lab“ bieten Universitäten und Forschungsinstitute Einblicke in die Möglichkeiten der Welt von morgen, und der Teil „CeBIT Life“ ist als Heimstatt für Konsumenten gedacht: Unterhaltungselektronik, Computerspiele, Vernetzung zu Hause und das Internet in all seinen Formen sind die Themen dort.

Zudem entdeckt die CeBIT die ältere Generation, die man dort als „Silver Surfer“ ansprechen will. „Intelligente Technik kann das Leben der älteren Generation in vielen Bereichen komfortabler, sozialer und sicherer machen“, erklärte Pörschmann. „Allerdings gibt es gerade bei älteren Menschen noch viele Vorbehalte. Die CeBIT möchte dabei helfen, älteren Menschen diese Hemmnisse zu nehmen.“