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Niedersachsen Conti findet Partner für Batterien in Südkorea
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Conti findet Partner für Batterien in Südkorea
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07:40 11.01.2012
Von Stefan Winter
Continental hat einen Partner für das Batteriegeschäft gefunden. Quelle: dpa
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Detroit

Bis Mitte des Jahres sollen die Details geklärt und das Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden.

In den vergangenen Monaten haben sich schon mehrere ähnliche Partnerschaften gebildet, denn kein Konzern beherrscht das komplette System. Für die Lithium-Ionen-Zellen braucht es Know-how in der Chemie, für die Steuerung dagegen in der Elektronik. Conti produziert bereits Steuerungssysteme und hat nun einen sicheren Zellenlieferanten. Die Allianz ist ein wichtiger Schritt zum Verkauf kompletter Systeme, für die Conti auch schon die E-Motoren herstellt.

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Man habe den idealen Partner gesucht und gefunden, sagte Degenhart. Die erst 1962 gegründete SKI kommt aus dem Energiegeschäft und hat schon Mitte der neunziger Jahre begonnen, Lithium-Ionen-Zellen für Handys zu entwickeln. Zu spät komme die Partnerschaft nicht, sagte Degenhart, im Gegenteil: Das Timing sei perfekt, denn erst jetzt entstehe nennenswerte Nachfrage. Bei Conti rechnet man damit, dass Autos mit Batteriebedarf – hybrid oder rein elektrisch – 2020 gut 10 Prozent Marktanteil haben werden. Das wären 11 bis 12 Millionen Autos weltweit. Die Koreaner wollen das Gemeinschaftsunternehmen, an dem sie 51 Prozent halten werden, zum Weltmarktführer machen.

Gestartet wird aber erst einmal mit einigen Hundert Mitarbeitern, zunächst vor allem Entwicklern. Sie werden in Berlin sitzen, wo sich bereits 100 Conti-Experten mit dem E-Antrieb befassen. Das Gemeinschaftsunternehmen wird die Batteriezellen bei SK Innovation einkaufen und die Elektronik bei Conti, um daraus Systeme zu entwickeln, zu produzieren und selbst zu vermarkten. Standorte für die Produktion stehen noch nicht fest. SKI baut seine Zellen in Korea, die kompletten Systeme sollen aber möglichst nah an den Fabriken der Kunden entstehen. Damit habe Deutschland gute Chancen, heißt es.

Albrecht Scheuermann 10.01.2012
08.01.2012