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Niedersachsen Conti plant Mega-Werk in den USA
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08:40 10.02.2016
Von Lars Ruzic
Quelle: dpa
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Hannover

Nicht nur bei der Fläche könnte das Werk eine Fabrik der Superlative werden. Veranschlagt sind Rekordinvestitionen von bis zu 1,4 Milliarden Dollar (1,25 Milliarden Euro), 2500 neue Jobs hat Conti zugesagt. Im Gegenzug lassen sich Bundesstaat und örtlicher Landkreis bei den staatlichen Beihilfen nicht lumpen: US-Medien zufolge bekommen die Hannoveraner insgesamt 333 Millionen Dollar an Unterstützung.

Für den Konzern ist der neue Standort ein langfristiges Projekt, das erst im kommenden Jahrzehnt seine volle Kapazität erreichen wird. Wie hoch diese sein wird, hängt von den Reifentypen ab, die der Autozulieferer dort produziert. Von Pkw- bis Spezialreifen etwa für Traktoren oder Minenfahrzeuge soll der Standort offen für alle Formen sein, heißt es im Konzern. „Zuallererst dient das neue Werk unserer Mission, unser Nutzfahrzeugreifengeschäft in Nordamerika auszubauen“, sagte Reifen-Vorstand Nikolai Setzer. Hier habe der Konzern in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich zulegen können.

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Geplant ist offenbar auch eine Anlage zur Runderneuerung - ähnlich wie sie Continental bereits am Sitz der Reifenentwicklung in Stöcken unterhält. Alte Pneus erst einmal mit neuen Profilen auszustatten, bevor man gleich wieder neue kauft, ist unter den Spediteuren weltweit beliebt. Auch in Amerika wachse der Markt stärker „als es unsere bestehenden Kapazitäten erlauben“, sagte Lkw-Reifen-Chef Andreas Esser.

Conti baut bereits die Fabrik in Mount Vernon zu einem großen Lkw-Reifen-Standort aus. Zudem haben die Hannoveraner erst in Sumter, South Carolina, eine Pkw-Reifenfabrik auf die grüne Wiese gestellt, die derzeit bereits für die zweite Ausbaustufe vorbereitet wird. Seit Jahren investiert der Konzern Milliarden in den Ausbau seines alten Kerngeschäfts. Setzer hat als Ziel ausgegeben, den weltweiten Reifenausstoß bis 2025 zu verdoppeln.

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