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Niedersachsen Conti sucht Ingenieure bei Nokia
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Conti sucht Ingenieure bei Nokia
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06:15 20.08.2012
Von Lars Ruzic
Der hannoversche Zulieferer Continental will ehemalige Nokia-Ingenieure in Ulm ab Herbst übernehmen. Quelle: dpa
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Hannover

Der hannoversche Zulieferriese will dabei offenbar auch von einer regionalen Notlage profitieren. In Ulm kommen im Herbst 730 Ingenieure auf den Arbeitsmarkt, die von der Schließung des Nokia-Entwicklungszentrums betroffen sind. Man habe bereits einen Rekrutierungstag bei Nokia veranstaltet und sehr gute Erfahrungen mit den Beschäftigten gesammelt, sagte eine Conti-Sprecherin. Selbst eine teilweise Nachnutzung des Nokia-Standorts wollte sie nicht ausschließen. Denkbar sei etwa, eine Etage in dem derzeit noch zu großen Gebäude zu mieten.

„Die Verfügbarkeit von Ingenieuren, die Nähe zu den Fahrzeugherstellern und Hochschulen sowie die zentrale Lage zu unseren übrigen deutschen Standorten für Fahrerassistenzsysteme sind ausschlaggebend für eine Ansiedlung in Ulm“, sagte der Personalchef des Bereichs, Marcel Verweinen. An den Technologien zur Unfallvermeidung wird vor allem in Bayern gearbeitet. Weitere Standorte sind Ingolstadt und Ottobrunn, die Zentrale des Bereichs mit seinen rund 1000 Mitarbeitern sitzt in Lindau am Bodensee.

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Fahrerassistenzsysteme gehören zu den Wachstumsfeldern der Autoindustrie. Hochkomplexe Technologien rund um Sensoren, Kameras und neuerdings auch Radar sorgen unter anderem dafür, dass ein Fahrzeug nicht von der Spur abkommt, warnen vor Objekten im „toten Winkel“ oder treten im Notfall selbst auf die Bremse. Was in der Ober- und Mittelklasse bereits in vielen Modellen etabliert ist, wird sich in den kommenden Jahren zunehmend auch in Kleinwagen wiederfinden.

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