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Niedersachsen Hannover entwickelt den „Volks-Hybrid“
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Hannover entwickelt den „Volks-Hybrid“
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00:15 25.08.2013
Von Lars Ruzic
Wolfgang Reitzle, Aufsichtsratsvorsitzender (l), und Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender, bei der Hauptversammlung in Hannover. Quelle: dpa
Hannover

 Kern des Systems ist eine 48-Volt-Batterie auf Lithium-Ionen-Basis, die künftig zusätzlich zur klassischen Starter-Batterie im Motorraum platziert wird. Hinter den Kulissen ist der weltweite Wettlauf um den Mini-Hybrid im vollen Gange. Erste Modelle werden für 2016 erwartet. Schon wenige Jahre später dürfte die Mehrheit aller Neuwagen mit dem 48-Volt-System ausgestattet sein, heißt es in der Branche. „Wir gehen davon aus, dass sich aus dieser Technologie schnell ein Massenmarkt entwickelt“, sagt der Entwicklungsmanager der Continental AG, Carsten Götte, der HAZ.

Die großen Zulieferer gehen derzeit bei den Autobauern ein und aus, weil die Kernkompetenz für die Zukunftstechnologie bei ihnen liegt. Neben Conti ist auch  Johnson Controls im Rennen. Der US-Konzern will in seinem hannoverschen Varta-Batteriewerk eine Pilotanlage aufbauen, die Batteriezellen unter anderem zu 48-Volt-Blöcken komplettieren kann. Bei Conti arbeiten die Standorte in Regensburg und Berlin bereits an dem System.

Der Zulieferriese kann von der Batterie über den Elektromotor bis zum Spannungswandler alle Teile des Systems liefern. Conti hat damit derzeit offenbar die Nase vorn: „Wir haben den weltweit wohl ersten Großserienauftrag für ein komplettes 48-Volt-System erhalten“, berichtet Götte. Der Kunde sei „ein namhafter Hersteller aus Europa“. Auf der bevorstehenden Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt werden alle Zulieferer für ihre Lösungen werben. „Die Dringlichkeit liegt auf der Hand“, sagt  Götte. „Alle wollen den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge reduzieren.“

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Die Europäische Union will die Grenzwerte für Neuwagen von derzeit durchschnittlich 130 auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer je Flotte im Jahr 2020 senken – für die Industrie eine große Herausforderung, die sie mit effizienteren Motoren allein nicht wird schultern können.
Der Vorteil der Technologie liegt darin, dass sie die große Lücke zwischen Start-Stopp-Systemen am unteren und teuren Hybrid- und Elektroautos am oberen Ende der Möglichkeiten ausfüllen kann. Bosch-Geschäftsführer Wolf-Henning Scheider sprach von einer „preiswerten Elektrifizierung der Mittelklasse“.

Die Mini-Hybride speichern Bremsenergie in der Batterie. Die kann wiederum die Versorgung besonders energieintensiver Verbraucher wie Klimaanlage oder Sicherheitssystem übernehmen. Gleichzeitig reicht die Energie, um den Wagen über einen Elektromotor beim Anfahren und beim Ausrollen zu unterstützen. So könnten bis zu 15 Prozent Sprit eingespart werden, heißt es.

Auch das 48-Volt-System wird sich die Branche bezahlen lassen. Die Investition werde aber deutlich niedriger sein als bei Hybrid- und Elektroautos. „Der Autofahrer wird anfangs etwas mehr Geld in die Hand nehmen müssen“, räumte Götte ein. „Doch das zahlt sich schnell beim Tanken wieder aus.“

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