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Niedersachsen Azubis lernen in der Zukunftswerkstatt
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00:17 18.09.2017
Von Saskia Döhner
Startschuss für Modellprojekt 2016: Regionspräsident Hauke Jagau (v.li.), Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Berufsschülerin Rabia Erdem aus Neustadt am Rübenberge.
Startschuss für Modellprojekt 2016: Regionspräsident Hauke Jagau (v.li.), Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Berufsschülerin Rabia Erdem aus Neustadt am Rübenberge. Quelle: Jan Philipp Eberstein 2016
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Hannover

Die niedersächsische Landesregierung will Auszubildende fit machen für die Arbeitswelt 4.0 und baut deshalb sein Modellprojekt zur Digitalisierung an Berufsbildenden Schulen (BBS) aus. Wie Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) am Freitag beim Bildungskongress von NiedersachsenMetall im Hannover Congress Centrum sagte, werden künftig auch Azubis im kaufmännisch und gewerblich-technischen Bereich in sogenannten Lernwerkstätten auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet. Das Land fördert die neuen Lernwerkstätten an Berufsschulen in Lüneburg und Wolfsburg mit jeweils 250 000 Euro.

Seit 2016 läuft das Modellprojekt bereits an Schulen in Emden, Osnabrück, Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) und Goslar. Das Land gibt dafür rund eine Million Euro aus. Der Schulträger beteilige sich zu mindestens zehn Prozent an den Kosten für die technische Aussstattung, sagte Heiligenstadt. Das schnellste WLAN und die neusten Endgeräte nützen nichts, wenn es kein didaktisches Konzept für den digitalen Unterricht gebe, sagte Prof. Lars Windelbrand von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Die BBSen dürften nicht abgehängt werden, denn sie bildeten „den Nachwuchs von morgen“ aus. Gerade auf dem Land müsse das Breitband ausgebaut werden, forderte Volker Schmidt von NiedersachsenMetall.

15.09.2017
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