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Niedersachsen Dem Conti-Chef macht starker Euro Sorgen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Dem Conti-Chef macht starker Euro Sorgen
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08:26 10.02.2014
Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender der Continental AG, während der Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt am Main. Quelle: dpa/Archiv
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Hannover/München

„Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie bereitet uns Sorge“, sagte der Vorstandsvorsitzende des hannoverschen Zulieferkonzerns dem „Euro am Sonntag“. Degenhart rief die EZB zu Maßnahmen gegen die Entwicklung auf. „Die EZB hat zahlreiche Möglichkeiten zu agieren“, sagte Degenhart. Japan habe den Yen geschwächt, auch die USA hätten reagiert.

Europa habe dagegen zu wenig getan. Das belaste die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Bei einem steigenden Kurs der heimischen Währung haben es Unternehmen schwerer, ihre Produkte im Ausland zu verkaufen, da sie dort in ausländischer Währung teurer werden. „Den Währungseinflüssen auf unseren Gewinn versuchen wir durch Produktion vor Ort zu begegnen“, sagte Degenhart.

Gleichzeitig profitieren Konzerne wie Continental allerdings beim Einkauf von Kautschuk und Elektronikteilen von einem Kursanstieg des Euro gegenüber dem Dollar. Conti-Finanzchef Wolfgang Schäfer rechnet 2014 mit einem spürbaren Effekt des starken Euro auf den Konzernumsatz. Währungseinflüsse könnten das Unternehmen abermals mit rund 700 Millionen Euro belasten. Das Konzernergebnis sei davon allerdings nicht betroffen.

  • BMW entspannt: Der starke Euro ist für BMW derzeit kein Grund zur Sorge. Die Gemeinschaftswährung sei zwar derzeit zu teuer, sagte BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wir erwarten dennoch 2014 keine großen Belastungen durch den Euro, weil wir uns zum großen Teil gegen Kurssteigerungen abgesichert haben.“

Auch die Turbulenzen in den Schwellenländern bereiten den Münchenern kein Kopfzerbrechen. Die Länder, die derzeit im Mittelpunkt stünden wie Thailand und Indien, seien noch keine großen Absatzmärkte für BMW, sagte Eichiner. Anders würde es allerdings aussehen, wenn China betroffen wäre, was er aber nicht erwarte. In Ländern mit Wachstumschancen – USA, China, Russland und Brasilien – wolle BMW die Kapazitäten erweitern.

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