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Niedersachsen Deutsche Hypo plant Jobabbau
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Deutsche Hypo plant Jobabbau
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00:21 28.04.2019
Weniger Neugeschäft bei der Finanzierung von Einzelhandels- und Wohnimmobilien: Die Deutsche Hypo in Hannover. Quelle: Deutsche Hypo
Hannover

Die Deutsche Hypothekenbank (Deutsche Hypo) in Hannover plant Stellenstreichungen. Wie viele Arbeitsplätze bei der auf die Finanzierung von Gewerbeimmobilien spezialisierten Tochter der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) wegfallen sollen, konnte ein Sprecher am Donnerstag nicht sagen. Das Institut, das rund 430 Mitarbeiter beschäftigt, werde seinen Beitrag zum konzernweiten Restrukturierungsprogramm der Nord/LB leisten und habe für den Jobabbau Rückstellungen in Höhe von 16,5 Millionen Euro gebildet. Die Nord/LB war wegen fauler Schiffskredite in Not geraten, soll frisches Kapital von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie der Sparkassen-Gruppe erhalten – und muss stark schrumpfen. Die Deutsche Hypo soll Teil des Konzerns bleiben.

Die Hypothekenbank hat im vorigen Jahr weniger Neugeschäft gemacht – ihr Gewinn ist aber kräftig gestiegen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erhöhte um knapp 20 Prozent auf 74,7 Millionen Euro. Der Anstieg sei auch auf Sondereffekte zurückzuführen, erklärte die Deutsche Hypo. Zudem habe die Bank bei der Immobilienfinanzierung einen Teil der Risikovorsorge wieder auflösen können. Für 2019 erwartet Vorstandsmitglied Sabine Barthauer einen Ergebnisrückgang. Der Grund dafür sei unter anderem ein „nicht nachlassender Wettbewerb“ in der Branche.

Das Volumen der neu abgeschlossenen Finanzierungen ging 2018 um mehr als 24 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro zurück. Die Deutsche Hypo begründet dies auch damit, dass sie bewusst auf Geschäfte verzichtet habe. Ihre „risikobewusste Kreditvergabe“ schlage sich in einem geringeren Neugeschäft bei Einzelhandels- und Wohnimmobilien nieder. Die Bank finanziere nur Objekte, von denen sie „qualitativ überzeugt“ sei. Der Zinsüberschuss verringerte sich um 8,3 Prozent auf 177,4 Millionen Euro.

Von Dirk Stelzl

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