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Niedersachsen Einigung im Streit bei Bosch Rexroth
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Einigung im Streit bei Bosch Rexroth
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10:33 29.01.2013
Von Dirk Stelzl
Nach langen Verhandlungen  haben sich Arbeitnehmervertreter und Management des Bosch-Rexroth-Konzerns auf Garantien für die Beschäftigten der Pneumatiksparte geeinigt. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hannover

Betriebsrat und Gewerkschaft hätten den seit Monaten geforderten „Rettungsring“ für die Belegschaft durchgesetzt, teilte IG-Metall-Sekretär Sascha Dudzik am Montag in Hannover mit. Demnach haben die Beschäftigten einen Anspruch auf einen anderen Arbeitsplatz in der Bosch-Gruppe – sollten sie wegen einer betriebsbedingten Kündigung ihre Stelle bei Bosch Rexroth Pneumatics verlieren.

Die Zusage gilt für drei Jahre nach einem Verkauf des Pneumatik-Geschäftsbereichs. Voraussetzung ist allerdings die Eignung eines Bewerbers für eine ausgeschriebene Stelle, wie die Gewerkschaft erklärte. Wenn der Wiedereinstellungsanspruch nicht erfüllt werden könne, garantiere der Konzern eine Abfindung. Wie hoch die Abfindungen ausfallen würden, wollte der Betriebsrat noch nicht sagen. Der Bosch-Konzern, zu dem auch Bosch Rexroth gehört, hat in Deutschland zahlreiche Standorte – in Niedersachsen etwa in Hildesheim, Salzgitter und Göttingen.

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Verhandlung über Standortsicherung

Darüber hinaus verpflichtet sich Bosch Rexroth laut IG Metall, mit dem künftigen Erwerber der Pneumatiksparte über Standortsicherung zu verhandeln – „auf Grundlage der aktuellen Größenordnung“. Zudem solle bei einem Verkauf festgeschrieben werden, dass die Tarifbindung erhalten bleibe und das Unternehmen zwei Jahre lang nicht aus dem Arbeitgeberverband austreten dürfe. Auch wichtige Betriebsvereinbarungen sollten zwei Jahre weitergelten. Die Regelungen zur betrieblichen Altersvorsorge sollen unverändert fortgeführt werden.

Bosch Rexroth mit Sitz in Lohr am Main hatte schon vor Längerem angekündigt, sich vom Pneumatikgeschäft zu trennen. Im vergangenen Mai scheiterten Verhandlungen mit einem Kaufinteressenten. Ein Verkauf sei nach wie vor die „präferierte Lösung“, sagte gestern eine Konzernsprecherin. Derzeit führe man aber keine Verhandlungen mit Interessenten.