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Niedersachsen Einzelhandel: Kein „Dammbruch“ bei Preisen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Einzelhandel: Kein „Dammbruch“ bei Preisen
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07:45 10.07.2009
Früher Sommerschlussverkauf.
Früher Sommerschlussverkauf. Quelle: Foto: Michael Thomas
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"Auf breiter Front wäre dies dramatisch für den Einzelhandel“, sagte der Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Einzelhandel Niedersachsen, Hans-Joachim Rambow, in einem Gespräch in Hannover. Es gebe aber wegen einer „Absatzschwäche“ Druck, bestimmte Artikel aus den Geschäften zu bekommen, um Platz für neue Ware zu schaffen. Der eigentliche, freiwillige Sommerschlussverkauf startet erst Ende Juli.

Für den früheren Beginn der Schnäppchenjagd in diesem Jahr gebe es mehrere Gründe, sagte Rambow. Dies sei zum einen der frühe Ferienbeginn. „Der Handel nimmt in Kauf, die Ware jetzt mit Rabatten früher zu verkaufen, als nach den Ferien im August und September auf der Ware sitzen zu bleiben.“ Dazu komme neben der Wirtschaftskrise die unsichere Zukunft von Karstadt. „Falls es Sonderverkäufe geben sollte, käme es zu Verzerrungen auf dem Markt. Da sorgen viele Händler lieber vor.“

Trotz Wirtschaftskrise fiel der Umsatzrückgang im Einzelhandel im ersten Halbjahr 2009 mit rund zwei Prozent moderat aus. Die weitere Entwicklung hänge davon ab, was auf dem Arbeitsmarkt passiere, sagte Rambow. „Wenn der Arbeitsmarkt dramatisch einbricht, dann wird natürlich auch der Einzelhandel darunter leiden.“ Im niedersächsischen Einzelhandel sind rund 260 000 Menschen beschäftigt. Probleme bereite dem Einzelhandel der Rückgang bei Möbeln oder Technik. „Die Abwrackprämie für Altautos führt dazu, das Geld für andere größere Investitionen fehlt.“

lni