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Niedersachsen Einzelhandels-Tarifrunde geplatzt
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Einzelhandels-Tarifrunde geplatzt
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16:24 12.06.2009
Die Tarifverhandlungen in Niedersachsen und Bremen sind geplatzt.
Die Tarifverhandlungen in Niedersachsen und Bremen sind geplatzt. Quelle: Foto: Steffi Loos/ddp
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Ein entscheidender Streitpunkt ist die Regelung, wonach das Weihnachtsgeld für Beschäftigte gekürzt werden kann, die sich an Streiks beteiligen.

Die Arbeitgeber gaben ein schriftliches Angebot ab, die Lohn- und Gehaltsvereinbarungen aus dem für Nordrhein-Westfalen erreichten Pilotabschluss zu übernehmen. Sie wollten sich aber nicht an den Verhandlungstisch setzen, weil es am gleichen Tag auch Warnstreiks gab, wie eine Sprecherin erläuterte. Das gehöre „nicht zum guten Ton am Tag der Verhandlungen.“

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bezeichnete das Arbeitgeber-Angebot als unvollständig, weil die Klausel über Nachteile wegen der Beteiligung an Streiks nicht erwähnt werde. Die Gewerkschaft will diese Regelung aufheben. Dieser Punkt ist seit langem schon ein heftiger Streitpunkt zwischen den Tarifpartner im Einzelhandel in Niedersachsen. Im übrigen argumentiert ver.di, begleitende Streiks bei Tarifverhandlungen seien durchaus üblich. Eine ver.di-Sprecherin kündigte an, die Arbeitskämpfe sollten nun ausgeweitet werden.

Die Gewerkschaft verlangt 6,5 Prozent, mindestens aber 120 Euro mehr Lohn und Gehalt ab 1. Mai 2009. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 60 Euro steigen. Für Nordrhein-Westfalen hatten die Tarifpartner in der Nacht zu Donnerstag nach 17-stündigem Ringen einen Pilotabschluss erreicht, der Vorbild für die übrigen Tarifbezirke sein sollte. Danach bekommen die Beschäftigten nach vier Monaten ohne Erhöhung zum 1. September zwei Prozent mehr Geld. Zum 1. September 2010 folgt eine Anhebung um 1,5 Prozent. Hinzu kommen 150 Euro Einmalzahlung sowie 150 Euro zur Altersvorsorge oder als Warengutschein. Der Vertrag läuft zwei Jahre bis 30. April 2011.

lni