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Niedersachsen Schöne Bescherung für VHV-Mitarbeiter
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Schöne Bescherung für VHV-Mitarbeiter
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19:58 19.12.2013
Von Albrecht Scheuermann
Quelle: dpa/Symbolbild
Hannover

Im Vorjahr hatten sie allerdings einen noch höheren Bonus zusätzlich zu den tariflichen 13,3 Monatsgehältern erhalten, nämlich 1,9 Monatsgehälter. Allerdings sei 2012 auch ein Rekordjahr für die hannoversche Versicherungsgesellschaft gewesen, hieß es. Zudem habe man im laufenden Jahr die Messlatte für die Ausschüttung noch höher gelegt. Die Gewinnbeteiligung hängt vom echten wirtschaftlichen Ergebnis der Gruppe ab, das allerdings nicht veröffentlicht wird.

Reuter sprach angesichts der Umstände von einem „exzellenten Jahr“ 2013. Die VHV habe allerhand einstecken müssen. Neben dem Dauerthema Schuldenkrise und Niedrigzinsphase verwies der Unternehmenschef auf die ungewöhnliche Häufung von Großschäden durch die Naturereignisse Sturm, Überschwemmung und vor allem die beiden Hagelstürme in den Regionen Hannover und Stuttgart Ende Juli. Insgesamt habe die Belastung durch „Elementarschäden“ 100 Millionen Euro erreicht - und damit mehr als das Dreifache des Üblichen.

Der Vorstand berichtete über ein überdurchschnittliches Wachstum in mehreren Sparten. So seien die Beitragseinnahmen in der Autoversicherung um 12 Prozent gestiegen. Der Zuwachs beruhte den Angaben zufolge keineswegs nur auf Preiserhöhungen. Der Vertragsbestand sei um 5,5 Prozent gewachsen. Ähnlich erfreulich habe sich das Geschäft der Hannoverschen Leben entwickelt. Sie senkt für das kommende Jahr - ähnlich wie viele Konkurrenten - die laufende Überschussbeteiligung von 3,55 auf 3,25 Prozent. Einschließlich Schlussgewinn betrage die Verzinsung aber immer noch etwas mehr als 4 Prozent.

Dass das Unternehmen trotz Schäden und Niedrigzinsen am Kapitalmarkt das Jahr hochzufrieden abschließen kann, führt Reuter auch auf das „Fitnessprogramm“ zurück, dem sich die VHV schon seit Jahren unterzieht. In diesem Zusammenhang hatte sich das Unternehmen vor rund einem Jahr von 120 Mitarbeitern getrennt - zu Bedingungen, die laut Reuter für die Betroffenen deutlich besser waren als sonst in solchen Fällen üblich. Etwa 80 von ihnen sind für ein Jahr in eine Transfergesellschaft gewechselt.

Die Hoffnung, dass die meisten von ihnen in dieser Zeit einen neuen Job bekommen, habe jedoch getrogen. „Wir haben uns die Vermittlungsquote anders vorgestellt“, sagte Reuter. Deshalb wolle man sich noch einmal mit den Arbeitnehmervertretern zusammensetzen, um zu überlegen, was nach dem bevorstehenden Ende der Transfergesellschaft getan werden könne.

Er empfinde das Bild, das teilweise von den Vorgängen gezeichnet werde, als unfair, sagte Reuter zu den heftigen Vorwürfen aus dem Kreis der Betroffenen gegen die VHV-Führung. 50 von ihnen klagen sogar gegen die Versicherung - wegen des Vorwurfs der arglistigen Täuschung. Man habe die Modalitäten des Stellenabbaus schließlich mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt. „Ich glaube nach wie vor, dass die Entscheidung richtig war“, betonte der VHV-Chef.

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