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Niedersachsen Heimische Buche soll Tropenholz ersetzen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Heimische Buche soll Tropenholz ersetzen
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14:15 25.02.2015
Holz von Buche eignet sich auch für den Fensterbau. Quelle: dpa
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Wieda

Wenn es nach den niedersächsischen Landesforsten geht, muss es künftig keine Fenster mehr aus Tropenholz geben. Stattdessen könne speziell verarbeitete heimische Buche zum Fensterbau verwendet werden, sagte ein Sprecher. Die Forstämter in Südniedersachsen setzen bereits auf diesen neuen Einsatzbereich.

Eine besondere Wärmebehandlung mache das Holz beständig gegen Feuchtigkeit und ebenso dauerhaft wie Tropenholz, sagte der Sprecher. Buche ist die häufigste Laubbaumart im Harz und im Weserbergland. Derzeit werden unter anderem in den Südharzer Wäldern bei Wieda Stämme für den Fensterbau geerntet.

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Bislang werde Buchenholz nicht für Fenster genutzt, sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes pro Holzfenster. Durch die thermische Behandlung könne es aber nun auch in diesem Bereich verwendet werden. Es sei damit eine Alternative zum Tropenholz. Buche wurde bisher vor allem im Möbelbau und für Gebrauchsgegenstände verwendet.

Die Landesforsten, die eine Gesamtfläche von rund 330 000 Hektar und damit ein Drittel des Waldes in Niedersachsen bewirtschaften, haben den Anteil der Buchenwälder in den vergangenen zehn Jahren von 19 auf 21 Prozent erhöht. Diese Entwicklung solle auch künftig vorangetrieben werden, sagte der Sprecher. Die Nadelwald-Fläche gehe dagegen weiter zurück. Die Bedeutung der Buche als Nutzholz werde damit weiter wachsen.

dpa

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