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Niedersachsen Firmen sollen mehr gegen Wirtschaftsspionage tun
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Firmen sollen mehr gegen Wirtschaftsspionage tun
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19:51 08.02.2010
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Die Behörde berät die niedersächsische Wirtschaft seit zehn Jahren über die Risiken der Wirtschaftsspionage. Viele Firmen scheuten sich aber, Probleme etwa mit der Datensicherheit preiszugeben, sagte Wargel. Der Verfassungsschutz will unter anderem die Spionage russischer und chinesischer Geheimdienste abwehren.

Die Experten des Verfassungsschutzes schilderten, dass in Niedersachsen ein mutmaßlicher Industriespion in ein Unternehmen eingebrochen sei. Er versuchte, an ein neu entwickeltes Softwaresystem für die Stahl- und Blechverarbeitende Industrie heranzukommen. Die Daten seien auf dem Laptop des Firmenmitarbeiters nicht verschlüsselt gewesen, berichtete der Verfassungsschutz. In einem anderen Fall habe ein chinesischer Geschäftsführer in Bayern einen Hersteller für Betonelemente heimlich mit einer Kamera am Gürtel ausspioniert.

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Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass Spionage ein immer größeres Problem für die Wirtschaft wird. Dabei sei das Dunkelfeld aber sehr hoch. Durch Wirtschaftsspionage entstehen in Deutschland nach Experten-Schätzungen Schäden in Milliardenhöhe.

Innerhalb von zehn Jahren betreute der niedersächsische Verfassungsschutz 560 Unternehmen, im vergangenen Jahr ließen sich 132 Firmen beraten. Verfassungsschutz-Präsident Wargel rief die Unternehmen auf, den Kontakt zur Behörde zu suchen.

lni