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Niedersachsen Flughafen Hannover sieht gute Chancen im Frachtgeschäft
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Flughafen Hannover sieht gute Chancen im Frachtgeschäft
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07:36 17.09.2010
Von Dirk Stelzl
Airpot-Chef Raoul Hille
Airpot-Chef Raoul Hille Quelle: Rainer Surrey
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Wegen eines weltweit zunehmenden Luftfrachtkommens sieht der Flughafen Hannover auf längere Sicht gute Wachstumschancen. Da etliche große Flughäfen nur begrenzte Expansionsmöglichkeiten hätten, ergäben sich in diesem Geschäft „eine Menge Potenziale“ für dezentrale Standorte wie Hannover, sagte Flughafen-Chef Raoul Hille am Donnerstag beim „Logistics Network Congress“ auf dem Messegelände.

Hille erwartet, dass der hannoversche Airport bei der Luftfracht in den kommenden Jahren im Branchenvergleich überproportional zulegen werde. Am Flughafen sind rund 8800 Mitarbeiter beschäftigt. Davon arbeiten 1300 direkt bei der Flughafengesellschaft, die weiteren etwa bei den Airlines, der Flugsicherung oder in Geschäften am Flughafen.

Viele Drehkreuze – sogenannte Hubs – seien „immer mehr überlaufen“, erklärte Hille. Davon könnten auf mittlere und lange Sicht auch die norddeutschen Flughäfen profitieren. Besonders der Flughafen Hannover-Langenhagen, dessen Kapazitäten nicht ausgelastet seien, habe im Wettbewerb Vorteile etwa durch die Genehmigung zum 24-stündigen Betrieb oder freie Flächen zur Expansion. Außerdem ist der Flughafen gut an Autobahnen angebunden. „Wir haben ideale Wachstumsvoraussetzungen“, sagte Hille.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Hille bei einer Veranstaltung des Luftfahrt-Presse-Clubs (LPC) in Hamburg gesagt, dass der Flughafen Hannover Entwicklungschancen habe und in den nächsten 20 Jahren die Nummer eins im Norden werden könne. Bisher ist der Hamburger Airport allerdings sowohl im Frachtgeschäft als auch bei den Passagierzahlen deutlich größer.

An dem heute zu Ende gehenden „Logistics Network Congress“ nehmen mehr als 400 Experten aus der Logistikbranche teil. Am Donnerstag diskutierten sie unter anderem über Belieferung mit Elektrofahrzeugen, „Green Logistics“, die Zukunft des „Air-Cargo-Marktes“ oder über Logistik in der Automobil- und in der Luftfahrtindustrie. Freitag geht es zum Beispiel um maritime Wirtschaft oder eine „moderne praxisorientierte Logistikausbildung“.