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Niedersachsen Freizeitparks profitieren von der Krise
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Freizeitparks profitieren von der Krise
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19:19 08.11.2009
Von Gabriele Schulte
Die Freizeitparks in Niedersachsen gehören zu den Gewinnern der Wirtschaftskrise. Quelle: Handout
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Ein Grund scheint die Zurückhaltung der Deutschen bei Auslandsreisen zu sein. „Wir beobachten einen Trend zu mehrtägigen Kurzreisen und hoffen, dass er anhält“, sagte Heide-Park-Sprecherin Carina Zottl am Sonntag auf Anfrage. Beide Parks kündigten für kommendes Jahr größere Investitionen an.

Mit 1,6 Millionen Besuchern verzeichnete der Heide-Park als größter niedersächsischer Freizeitpark einen Zuwachs von 200.000 Besuchern. Auffällig sei, dass viele Gäste inzwischen mehr als drei Stunden Anfahrt auf sich nähmen und gleich für mehrere Tage anreisten, sagte Zottl. Die Übernachtungsmöglichkeiten direkt am Park würden gut angenommen.

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Auf eine Winteröffnung verzichte der Heide-Park diesmal, weil es bei manchen Fahrgeschäften bei Frost Probleme geben könne. Die vorübergehende Außerbetriebnahme aus Sicherheitsgründen sei manchen Besuchern im vergangenen Winter schwer zu vermitteln gewesen.

Nach der erfolgreichen Eröffnung der neuen Themenlandschaft „Maya-Tal“ kündigte die Sprecherin für 2010 eine erweiterte Piraten-Show an. Der Park habe dafür gerade beim Internetauktionshaus Ebay ein rund vier Meter langes weiteres Schiff ersteigert.

Auch der Serengeti-Park baut sein Angebot aus: Die größte Investition seit 2001 soll bis zum Beginn der kommenden Saison im März abgeschlossen sein. „Es wird eine Fluss-Aqua-Safari mit Luftkissenbooten wie bei James Bond“, sagte Park-Sprecher Jochen Lohmann am Wochenende. Zwei Millionen Euro wolle der Familienbetrieb dafür ausgeben. Die Besucherzahlen seien von 680.000 im Vorjahr auf 750.000 in diesem Jahr „ganz ordentlich“ gestiegen. Park-Chef Fabrizio Sepe führt dies neben der Wirtschaftskrise auch auf gesunkene Benzinpreise und auf gutes Wetter zurück. Es sei weder zu heiß noch zu verregnet gewesen.

Der Vogelpark Walsrode hatte in diesem Jahr einen Besitzerwechsel zu verkraften. Der neue Geschäftsführer Geer Scheres zeigte sich zufrieden damit, dass die Besucherzahlen trotz der langen Unsicherheit und entsprechender Schlagzeilen über die Zukunft des Parks zumindest nicht gesunken seien. Zur neuen Saison im Frühjahr wolle der traditionsreiche Vogelpark wieder mehr für sich werben.

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