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Niedersachsen HTP nähert sich Marke von 100.000 Kunden
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen HTP nähert sich Marke von 100.000 Kunden
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00:20 24.04.2015
Von Jens Heitmann
HTP-Geschäftsführer Thomas Heitmann (l.) und Karsten Schmidt. Quelle: Oliver Farys/HTP
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Hannover

„Wenn die Kunden lieber bleiben, wo sie sind, leiden wir natürlich darunter“, sagte Geschäftsführer Karsten Schmidt am Dienstag. Auch andere Firmen klagen darüber, dass insbesondere die Deutsche Telekom als früherer Monopolist Wettbewerber beim Anschluss neu gewonnener Kunden behindere. „Die Schwierigkeiten nehmen bei uns aber ab“, sagte HTP-Geschäftsführer Thomas Heitmann.

Die gemeinsame Tochter der Stadtwerke Hannover und des Oldenburger Versorgers EWE versteht sich als regionale Alternative zu den großen Konkurrenten. In den vergangenen vier Jahren hat HTP 230 Orte zwischen Barsinghausen und Schöppenstedt sowie zwischen Neustadt und Alfeld an das schnelle Internet (VDSL) angeschlossen. Der Breitbandausbau in den Landkreisen Hildesheim, Peine und Wolfenbüttel und weiteren Ortsteilen der Region Hannover sowie im Heidekreis sei abgeschlossen. Der Marktanteil von HTP liege bei knapp 15 Prozent, sagte Heitmann. In einzelnen Ortschaften würden aber auch bis zu 70 Prozent erreicht.

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Bei der Kundenzahl nähert sich die Telekommunikationsgesellschaft der Marke von 100 000. Neun von zehn Anschlüssen liegen bei privaten Haushalten, die Geschäftskunden machen jedoch die Hälfte des Umsatzes aus. Im vergangenen Jahr stiegen die Erlöse um 4 Prozent auf knapp 60 Millionen Euro. Die Investitionen hat HTP um 14 Prozent auf 8,6 Millionen Euro verringert - auch das trug dazu bei, das unter dem Strich mit 3,4 Millionen Euro ein um 11 Prozent höherer Gewinn übrig blieb als im Vorjahr. Im laufenden Jahr werde man mit 14 Millionen Euro wieder mehr investieren - unter anderem in den Ausbau der Glasfaserkabel.

Große Hoffnungen setzt man bei HTP auf das Geschäft mit Kabelfernsehen. Über Verträge mit dem Spar- und Bauverein sowie dem Immobilienunternehmen Gundlach hat die Firma hier einen Fuß in der Tür. Bis Mitte 2016 wolle man 1300 Häuser mit rund 11 000 Haushalten ans eigene Netz anschließen, sagte Heitmann. Die Verschmelzung von Festnetz, Internet, Mobilfunk und TV-Empfang weckt in der Branche große Hoffnungen. Die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone mache sich im Markt noch nicht bemerkbar, hieß es - wohl auch, weil der große Konkurrent noch mit sich selbst beschäftigt sei.

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