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Niedersachsen Handelskammertag in Hannover kritisiert zu hohe Hürden
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Handelskammertag in Hannover kritisiert zu hohe Hürden
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11:45 16.03.2011
Wirtschaftsvertreter wünschen sich einen leichteren Hochschulzugang für Menschen ohne Abitur.
Wirtschaftsvertreter wünschen sich einen leichteren Hochschulzugang für Menschen ohne Abitur. Quelle: Uwe Dillenberg (Archiv)
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Wer ohne Abitur in Niedersachsen studieren will, muss nach Meinung des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertags noch zu viele Hürden nehmen. Die Hochschulen hätten Schwierigkeiten einzuschätzen, welcher Ausbildungsberuf welchen Studienzugang ermögliche, erklärte NIHK-Geschäftsführerin Solveig Niemann am Mittwoch in Hannover. Einige Universitäten seien bei der Anerkennung von Ausbildungsberufen schon sehr weit, andere täten sich etwas schwerer. Im Moment hätten Studienbewerber ohne Abitur keinen Überblick, an welcher Hochschule ihre abgeschlossene Ausbildung für welche Fachrichtung anerkannt werde.

„Wir wünschen uns einen Prozess, bei dem die Hochschulen sich zusammensetzen und austauschen“, sagte Niemann. So könne verhindert werden, dass an jeder der 19 niedersächsischen Hochschulen aufwendig Kriterien für die Anerkennung von Berufsabschlüssen entwickelt würden. Nach einer Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes ist es seit 2010 möglich, mit einer Berufsausbildung und dreijähriger Berufspraxis fachbezogen zu studieren.

Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) erklärte, den Hochschulen sei bereits im vergangenen Jahr eine Handreichung übergeben worden, um die Zuordnung der Berufsabschlüsse zu den Studiengängen zu erleichtern. „Darin sind auch konkrete Hinweise für die Zuordnung enthalten, zum Beispiel dass eine Tierpflegerin oder ein Tierpfleger die Fachrichtung Tiermedizin studieren kann“, sagte die Ministerin.

dpa

Carola Böse-Fischer 14.03.2011