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Niedersachsen Hannover Finanz macht Investoren Mund wässrig
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07:11 12.05.2015
Von Albrecht Scheuermann
Will „die Investoren verwöhnen“: Hannover-Finanz-Chef Andreas Schober. Quelle: Moritz Küstner
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Hannover

Dass die Hannover Finanz jetzt schon einen Geldsegen in Aussicht stellen kann, hat einen einfachen Grund: Die hannoversche Beteiligungsgesellschaft hat gerade eines der lukrativsten Geschäfte in ihrer 35-jährigen Geschichte abgeschlossen. Der Verkauf der 60-Prozent-Beteiligung an der Schrack Technik Holding in Wien brachten den Hannoveranern einen „hohen zweistelligen Millionengewinn“. Genauer wollte Schober nicht werden.

Hannover Finanz war 2005 zusammen mit dem Schrack-Management bei dem österreichischen Elektrogroßhändler eingestiegen, als der damalige Eigentümer Rexel ihn loswerden wollte. Seitdem hat das Unternehmen seinen Umsatz mit heute 200 Millionen Euro fast verdoppelt, das Ergebnis legte sogar noch stärker zu.

Doch auch von dieser Transaktion abgesehen rechnet Schober mit einem guten Jahr. Die Finanzierungsbedingungen seien günstig und der Markt biete gute Gelegenheiten für Neuinvestitionen ebenso wie für die Veräußerung bestehender Beteiligungen.

Allerdings spürt die Hannover Finanz die verstärkte Konkurrenz von Finanzinvestoren, auch aus dem Ausland. Das hannoversche Unternehmen sieht jedoch für sich Wettbewerbsvorteile. Viele Mittelständler suchten nach einem vertrauenswürdigen langfristigen Kapitalpartner, der es ihnen ermöglicht, sich schrittweise aus ihrer Firma zurückzuziehen. Dies entspricht dem Geschäftsmodell der Hannover Finanz, die ihre Beteiligungen in der Regel lange hält und sich auf das vorhandene Management stützt.

Geld ist genug vorhanden. „Wir haben 200 Millionen Euro zur Verfügung“, sagte Schober. Eine Transaktion ist in diesem Jahr mit dem Einstieg bei der Deurotech Gruppe bereits gelungen. Vergangenes Jahr hatte sich Hannover Finanz an sechs Mittelständlern beteiligt. Darunter waren drei Firmen in Österreich, wo die Wiener Tochter der Hannover Finanz schon seit Jahren allerhand neues Geschäft an Land zieht.

Zu den neuen Beteiligungen gehört zum Beispiel die Simplon Fahrrad GmbH in Hard/Vorarlberg. Das Familienunternehmen baut auf Einzelbestellung hochwertige Fahrräder mit Carbon-Rahmen. Die Marke ist in Süddeutschland unter Fahrrad-Enthusiasten schon bekannt, nun soll sie auch in Norddeutschland stärker Fuß fassen.

Verkäufe gab es dagegen im vergangenen Jahr überhaupt nicht - für die Hannover Finanz ziemlich ungewöhnlich. Deshalb waren die Veräußerungsgewinne mit 9,2 Millionen Euro fast zwei Drittel geringer als im Vorjahr, auch die laufenden Erträge gingen deutlich auf 23 (30) Millionen Euro zurück.

Die IG Metall hat der Firma Renold in Einbeck vorgeworfen, sie habe Betriebsräte „massiv bespitzelt“. Dafür habe die Geschäftsführung „vermutlich illegalerweise installierte Überwachungskameras auf dem Werksgelände genutzt“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung der Gewerkschaft.

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Heiko Randermann 10.05.2015