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Niedersachsen An diesen Innovationen arbeiten niedersächsische Firmen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen An diesen Innovationen arbeiten niedersächsische Firmen
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01:00 30.04.2018
Jessica Horsmans, Volkswagen Nutzfahrzeuge Quelle: Woelbert
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Hannover

 Für niedersächsische Firmen ist die Hannover Messe ein Heimspiel. Sie haben keine weite Anreise, deswegen stellen besonders viele von ihnen hier aus. Klassische Maschinenbauer sind vertreten, aber auch Firmen aus anderen Branchen sowie Forschungsinstitute. Die Themen reichen von Virtual Reality bis zur Stahlerzeugung, die Größe variiert vom Vier-Mann-Betrieb bis zum Konzern. Die einzige Gemeinsamkeit: alle zeigen auf der Messe, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Ein Überblick über die Ideen:

Vom Start-up bis zum Konzern: Auf der Hannover Messe zeigen Aussteller aus Niedersachsen neue Produkte, Prototypen und Konzepte

Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN): Der Hersteller arbeitet an zahlreichen Konzepten für neue Dienstleistungen. Eine Idee ist ein Transporter, der Sendungen verschiedener Paketdienste bündelt und autonom ausliefert – zur Wunschzeit des Empfängers. Auch ein „mobiles Warenhaus“ stellt man sich vor: Der Handwerker soll nicht mehr zum Baumarkt fahren müssen, stattdessen bringt ein Transporter einen mobilen Baumarkt zu ihm. „Wir diskutieren auf der Messe mit Kunden, wie man das autonome Fahren sinnvoll auf die Straße bringt“, sagt Jessica Horsman aus dem Bereich Unternehmensstrategie.

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Salzgitter AG: Herzstück des Salzgitter-Stands ist ein Modell einer umweltfreundlichen Anlage zur Stahlerzeugung. Der Konzern will in den kommenden Jahrzehnten in mehreren Schritten Kohlenstoff durch Erdgas und Wasserstoff ersetzen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. „Wir wollen demonstrieren, was die Stahlindustrie schon kann“, sagt Volker Hille, Leiter des Bereichs Corporate Technology. Die Technik stehe weitgehend zur Verfügung, man könne die Investitionen allerdings „nicht alleine stemmen“. Salzgitter bewirbt sich deshalb um Fördergelder.

Bundeskanzlerin Angela Merkel geht über die Hannover Messer 2018. 

Visionme: Das Start-up aus Langenhagen entwickelt Software für Virtual-Reality-Brillen, allerdings keine Spiele, sondern Anwendungen für Unternehmen. Messebauer können damit ihre Stände virtuell begehen, bevor sie sie aus echtem Holz schreinern. Fußbodenhersteller können ihren Kunden zeigen, welche Wirkung verschiedene Fliesen in einer Wohnung haben, erklärt Mitgründer Dennis Dohmeier.

Eisenhuth: Der Mittelständler aus Osterode im Harz produziert Gummi- und Kunststoffteile, aber auch Komponenten für Brennstoffzellen. Gemeinsam mit mehreren Universitäten hat Eisenhuth eine „bio-elektrochemische Brennstoffzelle“ entwickelt, die in Kläranlagen Abwasser reinigt und gleichzeitig  Strom produziert. Das Projekt gewann vor Kurzem den „Deutschen Nachhaltigkeitspreis“. „Jetzt hoffen wir auf die Industrialisierung“, sagt Projektmanager David Blacha.

Hochschule Osnabrück: Die Forscher zeigen ein Projekt, das für die Hannover Messe typisch ist: Mensch und Roboter montieren Hand in Hand einen Auto-Scheinwerfer. Der Roboter übernimmt dabei die monotonen Handgriffe wie das Andrücken von Bauteilen. „Das ist bei einem Autozulieferer schon im Praxiseinsatz“, sagt Student Robert Thiessen.

Barack Obama, Vladimir Putin, Angela Merkel: Die Hannover Messe hat schon so machen prominenten Besucher begrüßt –und dabei gab es mitunter denkwürdige Augenblicke. 

Von Christian Wölbert