Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Hannover Rück verkauft US-Tochter Clarendon
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Hannover Rück verkauft US-Tochter Clarendon
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:37 22.12.2010
Anzeige

Mit dem Verkauf seiner US-Tochter Clarendon will der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück die eigene Liquidität stärken und Risiken auf dem amerikanischen Markt abgeben. Das Unternehmen erzielte mit der Enstar Group aus Bermuda eine Einigung über die Übernahme des noch laufenden Clarendon-Geschäfts im ersten Quartal 2011, wie der Konzern am Mittwoch bekanntgab. Der Preis liegt bei rund 200 Millionen US-Dollar (153 Mio Euro). Seit längerem hatte Hannover Rück geplant, den Versicherungsbestand von Clarendon abzuwickeln und das Neugeschäft schrittweise auslaufen zu lassen. Clarendon gehörte seit 1998 zum Konzernverbund.

„Die Transaktion bietet uns neue liquide Mittel in voller Höhe des Verkaufswerts“, erklärte ein Sprecher. Die Trennung von Clarendon werde die Forderungen aus Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle reduzieren. Die US-Behörden müssen noch zustimmen. Hannover-Rück-Vorstandschef Ulrich Wallin kündigte an, den Verkaufserlös in die weitere Entwicklung des Kerngeschäfts zu investieren. Seine Erstversicherungs-Aktivitäten in den USA hatte der Konzern bereits 2006 durch den Verkauf der Praetorian-Gruppe an einen australischen Versicherer für rund 800 Millionen US-Dollar abgegeben.

Anzeige

Im November hatte Hannover Rück seine Gewinnerwartung für 2010 trotz hoher Belastungen aus Großschäden deutlich erhöht. Unterm Strich könnten mehr als 700 statt 600 Millionen Euro verdient werden. Der Clarendon-Verkauf werde daran voraussichtlich nichts ändern.

dpa

Mehr zum Thema

Für die Hannover Rück, den weltweit viertgrößten Rückversicherer, werden die Überschwemmungen ist Osteuropa teuer. Voraussichtlich 29 Millionen Euro Kosten kommen auf die Hannover Rück zu, teilte das Unternehmen am Freitag auf seiner Website mit.

09.07.2010

Naturkatastrophen wie das Erdbeben in Chile oder der Wintersturm „Xynthia“ in Westeuropa haben das Ergebnis des Rückversicherers Hannover Rück belastet. Alleine das Erdbeben in Chile kostete das Unternehmen 185 Millionen Euro.

04.05.2010

Der Rückversicherer Hannover Rück ist sich seiner Gewinnziele sicher und will sein Geschäft bei stabilen Preisen im kommenden Jahr ausweiten. „Es gibt keine Ereignisse, die uns Sorgen bereiten würden“, sagte der neue Vorstandschef Ulrich Wallin beim Branchentreffen „Rendez- vous de Septembre“ in Monte Carlo.

07.09.2009