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Niedersachsen Schimmel-Mais wird in die USA exportiert
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Schimmel-Mais wird in die USA exportiert
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17:44 10.07.2013
Foto: Mit Schimmel belasteter Mais wird in die USA verschifft.
Mit Schimmel belasteter Mais wird in die USA verschifft. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Schimmelbelasteter Mais, der derzeit in Bremen lagert, darf in die USA verkauft werden. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat der Ausfuhr nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums vom Mittwoch zugestimmt. „Wir bedauern diesen Schritt außerordentlich“, teilte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) mit. „Wir hätten uns gewünscht, dass die in Bremen lagernden und von uns als Futtermittel gesperrten 25.000 Tonnen Mais vernichtet und damit aus dem Verkehr gezogen werden.“ Für eine Ablehnung habe es aber „keinen rechtlichen Ermessensspielraum“ gegeben.

Im Februar war bekannt geworden, dass rund 10.000 Tonnen giftiger Mais zu Tierfutter verarbeitet und ausgeliefert worden waren. Weitere 35 000 Tonnen belasteter Mais wurden sichergestellt - 25.000 Tonnen in Bremen, 10.000 Tonnen in Brake.

Ein Hamburger Unternehmen hatte den Mais, der mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin B 1 belastet ist, aus Serbien gekauft. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums zeigt Aflatoxin B 1 eine starke krebserzeugende Wirkung. Meyer hält den Export daher für unverantwortlich.

Das Unternehmen verwies dagegen darauf, dass in den USA andere Grenzwerte gelten. «In den letzten Monaten wurden die Genehmigungen aller relevanten deutschen und US-Behörden für den Transport und die sichere Verwendung in den USA eingeholt», teilte es mit. „Mit Aflatoxin behafteter Mais kann sicher in der Rinder- und Schweinemast eingesetzt werden.“ Die Verladung des Maises auf ein Schiff soll nach Angaben des Konzerns an diesem Donnerstag beginnen.

dpa

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