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Niedersachsen Hannover soll „IT-Hauptstadt des Nordens“ werden
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Hannover soll „IT-Hauptstadt des Nordens“ werden
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20:22 19.08.2010
Überall steckt IT drin: Mitarbeiter beim Hannover-IT-Mitglied Höft & Wessel prüfen einen Fahrscheinautomaten aus ihrem Haus.
Überall steckt IT drin: Mitarbeiter beim Hannover-IT-Mitglied Höft & Wessel prüfen einen Fahrscheinautomaten aus ihrem Haus.
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Mit 1200 Unternehmen im Bereich Informationstechnik ist die Region Hannover nicht schlecht besetzt. Beim Verein Hannover IT spricht man zuweilen sogar von der „IT-Hauptstadt des Nordens“. Der Branchenverband sieht dennoch Schwachstellen: Die Stärken der hiesigen Unternehmen aus diesem Bereich seien selbst in der Region nicht überall bekannt.

So würden leider immer noch Aufträge von hier nach Stuttgart und anderswohin vergeben – einfach in der irrigen Annahme, die nötige Kompetenz nicht in der Region Hannover finden zu können, ärgert sich Hannover-IT-Geschäftsführer Frank Steinlein. Der Verein ist angetreten, dieses Bild gründlich zu korrigieren und will Hannover als IT-Standort in all seinen Facetten in den Köpfen der hiesigen Unternehmen verankern.

Gerade auch als Ansprechpartner für Unternehmen aus anderen Branchen sieht sich der Verein, wenn diese IT-Lösungen suchen. „Mit den neu eingerichteten Kompetenzteams zu herausragenden Fragen der IT bündeln wir das Wissen unserer Mitglieder“, erläutert Hannover-IT-Vorstandschef Heinz Kreuzer. „Wir bereiten es marktgerecht auf und stellen es den Unternehmen in der Region zur Verfügung, die diese IT-Kompetenz dringend benötigen.“

Kreuzer ist Geschäftsführer der TUI Infotec und würde sich freuen, wenn noch mehr IT-Unternehmen der Region den Weg zum Branchenverband fänden. Mit bisher 95 Mitgliedern sei man aber schon ganz gut aufgestellt, sagt Steinlein. Man habe viele kleine und einige sehr große Unternehmen gewinnen können, 19 neue im vergangenen Jahr und in diesem Jahr schon 20 weitere. Aber gerade im mittleren Bereich zwischen 40 und 200 Mitarbeitern gebe es nur wenige Mitglieder. Besonders stolz ist Steinlein aber, dass auch vier Hochschulen mit dabei sind. Insgesamt vertrete Hannover IT Firmen mit mehr als 23 000 Arbeitsplätzen in der Region.

Berührungsängste bei den Mitgliedsunternehmen gebe es kaum, sagt Hannover-IT-Vorstand Thomas Heitmann, zugleich Geschäftsführer beim Telefon- und Internetanbieter HTP. „Schließlich kann man gut von anderen lernen.“ Angst um Betriebsgeheimnisse müsse dennoch niemand haben. Zu Hannover-IT-Abenden kämen oft an die 70 Mitglieder – genug, um auch für Referenten großer Anbieter wie Microsoft oder Oracle interessant zu sein.

Helmuth Klausing