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19:09 23.10.2011
Von Lars Ruzic
Hannovers Wirtschaft steht gut im Saft – nur die Schuldenkrise drückt auf die Stimmung. Quelle: Kris Finn (Symbolbild)
Hannover

Die Zahl der Pleiten ist niedrig wie lange nicht, gleichzeitig befindet sich die Region auf dem besten Weg zu einem Rekordjahr bei Firmengründungen. Und der Arbeitsmarkt boomt. So lassen sich die Ergebnisse des HAZ-Hannover-Trends für das dritte Quartal zusammenfassen, der gemeinsam mit Arbeitsagentur, Creditreform und IHK Hannover entsteht.

„Die Geschäftslage der regionalen Wirtschaft ist außergewöhnlich gut und bleibt auf dem Rekordniveau des Frühsommers“, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Wilfried Prewo. „Allen ,gefühlten Temperaturen‘ zum Trotz haben sich die Fundamentaldaten in den vergangenen Monaten nicht verschlechtert, sondern eher verbessert“, ergänzt Holger Bissel, geschäftsführender Gesellschafter der Creditreform Hannover-Celle.

Beide Fachleute sehen die Realwirtschaft nach den starken Zuwachsraten der Aufholphase nach der Rezession nun auf einem stabilen Pfad. „Eine Rezession ist nicht in Sicht“, sagt Prewo. Aus einer Verringerung der Zuwächse nun „aufgeregt apokalyptische Szenarien abzuleiten ist dumm und fahrlässig“, warnt Bissel.

Seit mehr als einem Jahr verbessere sich die Bonität der Unternehmen. „Wir sehen branchenübergreifende Tendenzen zu besseren, eigenkapitalstärkeren Bilanzen, zu gesunden Strukturen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und zu einem auf Stärke hindeutenden Zahlungsverhalten.“ Hinzu kämen die niedrige Zahl an Pleiten und eine Flut an Neugründungen. Der Creditreform-Chef sieht einen „positiven Trendzirkel“, der den kommunalen Einnahmen in der Region nur gut tun könne.

Dazu trägt auch der Arbeitsmarkt bei. Die der Arbeitsagentur gemeldeten offenen Stellen liegen mit rund 9400 um mehr als 1000 über dem Vorquartal und dem Vorjahresquartal. Zwar folgt der Arbeitsmarkt der realwirtschaftlichen Entwicklung immer mit einiger Verzögerung. Doch IHK-Chef Prewo rechnet auch in Zukunft mit Zuwächsen. „Die Investitions- und Beschäftigungsplanungen in den Unternehmen haben sich zwar abgeschwächt“, sagt er, „sie sind aber nach wie vor positiv und lassen einen weiteren leichten Beschäftigungsaufbau im kommenden Jahr erwarten.“

In der Industrie seien alle Umfrageindikatoren noch positiv, die Baubranche verzeichne gar weiter steigende Auftragseingänge, berichtet die IHK. Auch sei die Binnennachfrage in der Region in Takt. 85 Prozent der von der IHK befragten Einzelhändler rechneten auch 2012 mit stabilen oder gar steigenden Umsätzen. Im hannoverschen Verkehrsgewerbe habe sich die Stimmung entgegen dem Landestrend sogar nochmals verbessert. Die vielen in den vergangenen Monaten gebauten oder noch geplanten Logistikzentren in der Region lassen die Spediteure offenbar frohlocken.

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone belastet bisher vorwiegend Banken und Sparkassen in der Region. Erstmals seit der Finanzkrise vor drei Jahren rechnen sie mehrheitlich wieder mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftsentwicklung – allerdings von einem hohen Niveau aus. Denn derzeit liegt der Anteil der Banker, die ihre aktuelle Lage als schlecht bezeichnen, bei null. Gleichwohl warnt Prewo: „Wird nicht bald eine dauerhafte politische Lösung der Staatsschuldenkrise gefunden, werden die Wachstumskräfte in der Wirtschaft abgewürgt.“

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