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Niedersachsen Höft & Wessel schwächelt im Vertrieb
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Höft & Wessel schwächelt im Vertrieb
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17:57 06.05.2014
Von Jens Heitmann
Höft & Wessel hatte im vergangenen Jahr nur durch einen Kapitalschnitt mit anschließender Kapitalerhöhung die Insolvenz vermeiden können.
Höft & Wessel hatte im vergangenen Jahr nur durch einen Kapitalschnitt mit anschließender Kapitalerhöhung die Insolvenz vermeiden können. Quelle: dpa
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Weil deutlich weniger Aufträge eingingen als erhofft und sich laufende Projekte verzögerten, schrumpfte der Umsatz im im Vergleich zum Vorjahresquartal um 24 Prozent auf 11,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte. Als Folge daraus erhöhte sich der operative Verlust (Ebit) auf 3,9 Millionen Euro - rund fünfmal mehr als 2013. Unter dem Strich vervierfachte sich der Verlust auf 4 Millionen Euro. Die Aktie rutschte um knapp 12 Prozent auf 2,43 Euro ins Minus.

Als Konsequenz aus den schlechten Zahlen will Höft & Wessel seine Akquise deutlich intensivieren. „Deshalb habe ich die Vertriebs-und Kundenorientierung zur Chefsache erklärt“, schreibt der Vorstandsvorsitzende Rudolf Spiller im Quartalsbericht. Darüber werde der Vorstand im Juli um Thomas Dibbern erweitert, hieß es. Der 44-Jährige war bisher beim Konkurrenten Scheidt & Bachmann für das internationale Geschäft verantwortlich.

Höft & Wessel hatte im vergangenen Jahr nur durch einen Kapitalschnitt mit anschließender Kapitalerhöhung die Insolvenz vermeiden können. Das Unternehmen hatte unter dem alten Management zu viele Aufträge angenommen, die nicht kostendeckend waren und zum Teil umfangreiche Nachbesserungen auf eigene Kosten nötig machten. Seit der Kapitalerhöhung ist der Düsseldorfer Finanzinvestor Droege mit rund 75 Prozent Mehrheitsaktionär.

Höft & Wessel rechne nach dem schwachen Start ab dem vierten Quartal ein Anziehen der Geschäftsentwicklung, teilte das Unternehmen mit. Für das Gesamtjahr erwarte man einen Umsatz unter Vorjahresniveau und ein leicht positives Betriebsergebnis. Das vergangene Jahr hatte das Unternehmen mit Erlösen von rund 80 Millionen Euro abgeschlossen, aufgrund der finanziellen Restrukturierung lag der Überschuss bei 7,5 Millionen Euro.

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