Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Höft & Wessel setzt bei Fahrscheinautomaten auf Solartechnik
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Höft & Wessel setzt bei Fahrscheinautomaten auf Solartechnik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:32 10.09.2010
Der neue solarbetriebene stationäre Fahrkartenautomat almex.midi von Höft & Wessel Quelle: Höft & Wessel AG
Anzeige

Höft & Wessel hat seinen ersten Fahrscheinautomaten mit Solarantrieb am Donnerstag vorgestellt. Ein zehnköpfiges Team habe knapp ein Jahr an dem Gerät getüftelt, um es zur Serienreife zu bringen, sagte Entwicklungsleiter Björn Gronkowski.

Im Gegensatz zu den vergleichsweise einfachen Parkscheinautomaten, die schon lange mit Solarmodulen ausgestattet werden, seien Fahrscheinautomaten wesentlich komplexer und verbrauchten bisher auch deutlich mehr Strom. Seinem Team sei es aber gelungen, den Stromverbrauch um die Hälfte zu verringern. Deshalb lasse sich das Gerät nun auch mit einem Solarmodul auf dem Dach betreiben.

Anzeige

Für Peter Claussen, stellvertretender Vorstandschef bei Höft & Wessel, ist der neue Solarautomat der Konzernsparte Almex ein „strategisch sehr wichtiges Produkt, auf das wir große Hoffnungen setzen“. 200 Exemplare seien bereits in die Schweiz nach Genf verkauft worden. Auch andere Verkehrsbetriebe schauten schon mit großem Interesse auf die Neuentwicklung.

Um den Energieverbrauch des Automaten zu senken, verwende man beispielsweise Leuchtdioden anstelle von Leuchtstoffröhren, erläuterte Gronkowski. Auch werde nicht mehr – wie bisher üblich – der gesamte Automat beheizt, sondern nur noch einzelne Komponenten. Ganz auf eine Heizung kann aber auch der neue Automat nicht verzichten, denn das Papier für die Fahrscheine muss auch bei feuchter Witterung trocken bleiben.

Höft & Wessel sieht die neue Entwicklung als Beitrag zum Klimaschutz und „gutes Beispiel für Green IT“. Die Solarautomaten brauchen keinerlei Stromanschluss mehr, wenn sie auf abgelegenen Bahnsteigen oder Haltestellen aufgestellt werden. Allein dadurch spare der Kunde schon mehrere Tausend Euro je Gerät, hieß es. Der Datentransport wird via Mobilfunk gewährleistet.