Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Wind- und Solarindustrie bezahlt schlecht
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Wind- und Solarindustrie bezahlt schlecht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:29 23.11.2014
Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Beschäftigte in der Wind- und Solarindustrie schlecht bezahlt werden.  Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hamburg

Die Beschäftigten in der Wind- und Solarindustrie werden schlecht bezahlt und arbeiten mehr als andere Arbeitnehmer in der Metallindustrie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie über Arbeitsbedingungen und Einkommen in der Branche der erneuerbaren Energien, die von der IG Metall vorgelegt wurde. Grundlage sei die Befragung von mehr als 4700 Beschäftigten in 30 Betrieben der Photovoltaik- und Windindustrie. Die Mehrzahl der Arbeitnehmer könne sich nicht vorstellen, ihre Arbeit bis zum Rentenalter auszuüben, heißt es in der Studie.

Das Bruttogehalt der Beschäftigten in der Branche liege im Mittel um knapp 900 Euro unterhalb der Bezahlung im produzierenden Gewerbe in Deutschland (3556 Euro), ergab die Umfrage. „Das liegt auch daran, dass viele Betriebe nicht tarifgebunden sind“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Lediglich knapp die Hälfte der Beschäftigten erhalte Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Positiv sei zu vermerken, dass die Zuschläge für Schicht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit gezahlt würden.

Ohne bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen drohe der Branche der Verlust von Fachkräften und damit wichtigem Know-how. „Die Unternehmen verspielen ihre Zukunftsfähigkeit“, warnte Geiken. Grundsätzlich sei die Offshore-Windenergie eine große Chance für den Norden. Jeder Windpark koste 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro. Durch eine europäische Industriepolitik sollte nach Ansicht der IG Metall Küste sichergestellt werden, dass ein bedeutender Teil der Wertschöpfung an den Küsten bleibe und nicht importiert werde.

lni

Volkswagen hat die in Hannover drohende Beschäftigungslücke geschlossen. Das Werk in Stöcken werde künftig auch hochwertigere Varianten des Großtransporters Crafter und des Stadtlieferwagens Caddy produzieren, teilten Betriebsrat und Landesregierung mit.

Lars Ruzic 24.11.2014

Trotz des angekündigten milliardenschweren Sparprogramms will der Autobaer Volkswagen in den nächsten fünf Jahren wie geplant investieren. Konzernchef Martin Winterkorn kündigte hohe Entwicklungsausgaben an. Wie sich das für die niedersächsischen Standorte auswirkt, ist noch nicht bekannt.

21.11.2014

Wie verteilt VW seine Milliarden-Ausgaben in den kommenden Jahren? Welche Standorte profitieren, welche neuen Technologien werden verstärkt gefördert? 84,2 Milliarden Euro sollen in den nächsten fünf Jahren fließen - heute entscheidet der VW-Aufsichtsrat in Wolfsburg, wo und wie investiert wird.

21.11.2014