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Niedersachsen IHK Hannover senkt Beiträge
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09:19 04.12.2013
Von Dirk Stelzl
Entlastung vor allem für kleinere Unternehmen: Die IHK Hannover hat Grundbeiträge und Umlagesatz gesenkt. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hannover

Damit würden die Kammermitglieder 2013 und 2014 um jeweils 2,7 Millionen Euro entlastet, teilte die IHK am Dienstag mit. Von der Beitragsreform profitierten besonders kleine und mittelständische Unternehmen. Dank einer günstigen Entwicklung ihrer Einnahmen hatte sie bereits 2012 die Beiträge verringert. Außerdem hatte sie ihren Mitgliedern in den vergangenen Jahren mehrmals einen Teil der Beiträge rückerstattet. Da die Kammer auf mittlere Sicht mit einem guten Beitragsaufkommen rechnet, hat sie sich nun zu einer weiteren Senkung entschlossen.

„Durch eine hohe Effizienz in der Aufgabenerfüllung und strikte Ausgabendisziplin haben wir die Grundlage für eine nachhaltige Beitragsstrukturreform geschaffen“, sagte IHK-Präsident Hannes Rehm. Demnach werden die Grundbeiträge, die je nach Rechtsform und Unternehmensgröße gestaffelt sind, im Schnitt um 20 bis 30 Prozent reduziert. Bei einigen kleineren Firmen verringere sich der Grundbeitrag um bis zu 60 Prozent, hieß es. Er liegt zwischen 20 und 390 Euro im Jahr. Der Umlagesatz wiederum sinkt von 0,05 auf 0,04 Prozent des Gewerbeertrages. Die Entlastung bei den bereits für das laufende Jahr gezahlten Beiträgen soll unbürokratisch vonstattengehen – indem die Senkung mit den Beiträgen des kommenden Jahres verrechnet wird.

Dass sie vergleichsweise niedrige Beiträge verlangt, begründet die Kammer mit einem straffen Kostenmanagement. So sollen Gebühren und Entgelte für IHK-Dienstleistungen kostendeckend sein, sie sind daher bei den Hannoveranern häufig höher als bei anderen Kammern. Entsprechend liege der Anteil der Beiträge an den gesamten Erträgen der IHK mittlerweile deutlich unter 50 Prozent. „Wir halten unsere Ausgaben seit Jahren auf einem stabil niedrigen Niveau“, betonte Hauptgeschäftsführer Horst Schrage.

Ungeplante Zuwächse bei den Beiträgen, die vor allem auf die gute Lage der regionalen Wirtschaft zurückzuführen seien, würden bei der IHK nicht in einem „Dezemberfieber“ ausgegeben. Stattdessen flössen sie an die Mitglieder zurück. Die hannoversche Kammer war den Angaben zufolge die erste IHK in Deutschland, die „überschüssige“ Beiträge an die Mitglieder zurückgezahlt hat. Zur Kammer gehören etwa 160.000 Firmen. Etwa jede zweite davon ist so klein, dass sie keinen Beitrag zahlen muss.

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