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Niedersachsen Städteranking: Hannover bei Zukunftsaussichten unter dem Schnitt
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen

IW-Städteranking: Hannover bei Zukunftsaussichten unter dem Schnitt

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18:51 21.11.2019
Sitz großer Unternehmen wie VW-Nutzfahrzeuge: Hannover punktet in dem Ranking vor allem mit innovativen Firmen, einer hohen Akademikerquote und vielen Hochschulabsolventen in technischen Berufen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Städte mit einer starken Automobilwirtschaft wie Wolfsburg und Ingolstadt rutschen ab, München liegt beim Status quo vorne, Darmstadt hat die besten Aufstiegschancen – dies sind Ergebnisse des neuesten Rankings zur Zukunftsfähigkeit deutscher Städte, das das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Donnerstag gemeinsam mit Immobilienscout und der „Wirtschaftswoche“ vorgelegt hat. Von 71 untersuchten Städten landet Hannover wie im Vorjahr auf Platz 31, also etwas besser als der Mittelwert. Allerdings bescheinigt die Studie der Region unterdurchschnittliche Zukunftsaussichten: In dieser Kategorie landet Hannover nur auf Rang 47 –immerhin leicht verbessert um einen Platz gegenüber dem Vorjahr.

IW-Städteranking: 51 Indikatoren

Bei der Untersuchung werden insgesamt 51 Indikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung herangezogen. Analysiert werden Faktoren wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Zukunftsindustrien und Lebensqualität. Eine Rolle spielen etwa auch Mietpreise, Pendlerzahlen, durchschnittliche Abiturnoten und die Zahl der Firmengründungen.

Viele Patente kommen aus Hannover

Was die Zukunftsaussichten betrifft, belegt Hannover bei der Zahl angemeldeter Patente einen guten Platz (Rang 10). Auch die relativ hohe Ingenieursquote (Rang 24) und die Zahl der Beschäftigten in Branchen, die sich bereits auf den neuen Standard Industrie 4.0 eingestellt haben, lassen Hannover punkten. Die Analysten bemängeln besonders, dass Hannover bei kreativen Dienstleistungen relativ wenig zu bieten habe (Rang 54). Die Stadt mit der besten Zukunftsprognose ist demnach erneut Darmstadt wegen seinen intensiven Forschungskooperationen.

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