Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Johnson Controls investiert in Hannover
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Johnson Controls investiert in Hannover
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:29 07.03.2012
Von Lars Ruzic
Johnson Controls erweitert seine hannoversche Produktion von Batteriesystemen für Elektroautos. Quelle: HAZ
Anzeige
Hannover

Die neuen Zellen haben die Form von zwei aneinander gelegten CD-Hüllen und benötigen deshalb weniger Platz im Auto. "Die Module können wesentlich flacher gebaut und leichter in den Unterboden von Fahrzeugen eingesetzt werden", berichtet Johnson-Manager Stefan Suckow.

Der Autozulieferer, der in der früheren Varta-Zentrale in Marienwerder rund 1400 Mitarbeiter beschäftigt, präsentiert die neue Technologie gerade auf dem Genfer Autosalon. Sie ist zudem Teil der niedersächsischen Bewerbung als bundesweites "Schaufenster Elektromobilität", wo es im Fördergelder in Millionenhöhe geht. Sollte die Metropolregion als Bewerber den Zuschlag in Berlin erhalten, könne das den Aufbau der vollautomatischen Produktionsanlage noch beschleunigen, so Suckow. Neue Jobs würden zunächst aber wohl nicht geschaffen.

Anzeige

Johnson Controls verfügt in Hannover bereits über eine Anlage, mit der zylindrische Zellen zu einem Komplettmodul zusammengesetzt werden. Diese Energiespeicher sind in der Form vergleichbar mit klassischen Gerätebatterien, nur wesentlich größer. Da immer mehrere Zellen in ein Modul eingesetzt werden müssen, sind die Komponenten wesentlich größer als die mit prismatischen Zellen. Gleichwohl sieht Suckow für beide Technologien eine Existenzberechtigung. Er mahnte gleichzeitig eine weitere Standardisierung in der Branche an. Derzeit seien in der Autobranche vier Grundformen in der Diskussion. "Das muss noch zusammengestrichen werden", so der Batteriemanager.

Johnson Controls gehört zu den wenigen Zulieferern, die alle Produktionsschritte der Batterieherstellung für Elektroautos im eigenen Haus vereinen. Konkurrenten wie Continental oder Bosch setzen in dem Bereich auf Kooperationen mit asiatischen Partnern, die sich besser in der Lithium-Ionen-Chemie auskennen. Hannover mit seinen rund 100 Beschäftigten in diesem Bereich steht bei Johnson Controls am Ende der Kette: Die Batteriezellen kommen aus den USA und werden in Baukästen mit integrierter Überwachungselektronik und Kühltechnologie eingesetzt.

Niedersachsen Metall- und Elektroindustrie - Tarifverhandlungen starten in Hannover
06.03.2012
Klaus Wallbaum 03.03.2012