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Niedersachsen KKH lässt sich mit Prüfung Zeit
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen KKH lässt sich mit Prüfung Zeit
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11:37 01.11.2012
Die KKH-Allianz will sich frühestens in einer Woche zu den Vorwürfen äußern, sie habe schwer kranke Mitglieder zur Kündigung gedrängt. Quelle: dpa
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Hannover

Das ZDF-Magazin „Frontal21“ hatte am Dienstag unter Verweis auf interne Telefonprotokolle berichtet, die Kasse habe über Monate hinweg Hunderte kranke und damit teure Mitglieder zur Kündigung gedrängt. Die KKH erklärte, es sei lediglich um das Eintreiben von Zusatzbeiträgen gegangen. Ziel sei nicht gewesen, Mitglieder zur Kündigung zu drängen. Die Kasse kündigte an, die Vorgänge zu überprüfen. Man werde sich zu laufenden Untersuchungen aber nicht äußern, sagte ein Sprecher in Hannover.

Die KKH-Allianz hat rund 1,8 Millionen Versicherte. Der Sozialverband SoVD forderte eine umfangreiche Aufklärung der Vorwürfe. „Das Wohl des Patienten muss immer Vorrang haben vor finanziellen Interessen der Krankenversicherungen", sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer. „Geldeintreiberei per Telefon hat Finanzhai-Charakter". Gerade Ältere verunsichere so ein Vorgehen enorm. Dafür gebe es das normale schriftliche Mahnverfahren. „Hier sollte mit Umsicht vorgegangen werden", mahnte Bauer.

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jen/dpa