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Niedersachsen Kampf um Ackerflächen wird härter
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Kampf um Ackerflächen wird härter
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09:03 17.07.2012
Von Carola Böse-Fischer
Die Ackerflächen in Niedersachsen werden immer teurer. Quelle: dpa
Hannover

Das Grundstücksmanagement gehört wie der Agrarbau, der die Konzeption bis zum Bau von Tierställen umfasst, und die Kommunalentwicklung zum Kerngeschäft des gemeinnützigen Dienstleisters. Die Mehrheit an der NLG hält das Land Niedersachsen.

Am Bodenmarkt gebe es einen „noch nicht dagewesenen Nachfrageüberhang“, erklärt Hiete. Nicht nur der wachsende Anbau von Energiepflanzen wie Mais für Biogasanlagen sei dafür verantwortlich. Auch große landwirtschaftliche Unternehmer und immer mehr private Investoren fragten vermehrt landwirtschaftliche Flächen nach – und machen damit der NLG Konkurrenz. Als Reaktion darauf setzt die Gesellschaft laut Hiete mehr Personal für die Akquisition ein. Dafür seien auch neue Mitarbeiter eingestellt worden. Und die NLG müsse schlicht mehr Geld für den Flächenankauf „in die Hand nehmen“.

Allerdings hat die Bodenknappheit auch eine angenehme Kehrseite: Wenn die NLG Flächen etwa für die Betriebserweiterung von Landwirten verkauft, erzielt sie wegen der gestiegenen Preise höhere Erlöse – und der Bestand gewinnt an Wert. 2011 gelang es der NLG trotz der verschärften Konkurrenz, ihren Flächenbestand sogar leicht von 6828 Hektar auf gut 7000 Hektar zu vergrößern. Rückläufig sind nach Angaben des NLG-Chefs die Aufträge im Agrarbau. Das liege unter anderem an den verschärften Anforderungen der Kommunen bei den Baugenehmigungen für Mastställe. Dadurch könne sich ein Genehmigungsverfahren leicht bis zu einem Jahr verlängern und sich ein Stallbau deutlich verteuern.

Noch schwieriger könnten Genehmigungen für Mastställe nach Hietes Einschätzung durch die Novellierung des Baugesetzbuches werden. Aller Voraussicht nach sei mit Veränderungen für das „priviligierte Bauen im Außenbereich“ zu rechnen. Demnach könnten gewerbliche Mäster von Geflügel oder Schweinen dieses Privileg verlieren, wenn sie bestimmte, „noch näher zu definierende“ Schwellenwerte für die Zahl der gehaltenen Tiere überschreiten.

Erfreulich hat sich das Geschäft mit Dienstleistungen für die kommunalen Kunden entwickelt, wie Hiete sagt. So werde die NLG von vielen Städten und Gemeinden mit der Erstellung von Wärmenutzungs- und Klimaschutzkonzepten beauftragt. Dabei gewinne vor allem die Energieeinsparung im Gebäudebestand an Bedeutung.

Mit ihren Dienstleistungen hat die NLG 2011 Investitionen von 474 Millionen Euro „ausgelöst“, verglichen mit 518 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das Minus sei wegen des geringeren Verkaufs von Bauplätzen entstanden, erklärt Hiete.
Die NLG erzielte einen Umsatz von 51,2 Millionen Euro, nach 52,2 Millionen Euro 2010. Der Überschuss sank von 1,94 auf 1,12 Millionen Euro, was der NLG-Chef mit einer höheren Risikovorsorge begründet. Im laufenden Jahr liege das Ergebnis bislang „im Plan“.

Beim Langenhagener Triebwerksspezialisten MTU stapeln sich die Aufträge. Die Frachtflugtochter der Deutschen Post und der Lufthansa gehört seit Montag ebenfalls zum Kundenstamm. AeroLogic werde künftig die GE-90-Großtriebwerke seiner acht Boeing 777 in Langenhagen warten und reparieren lassen

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