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Niedersachsen Kommentar: US-Banken geben die Richtung vor
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Kommentar zu Gebühren von Geldinstituten: US-Banken geben die Richtung vor

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10:29 28.09.2019
Die Commerzbank und andere Geldhäuser in Frankfurt. Der Branche machen die niedrigen Zinsen zu schaffen. Quelle: Boris Roessler/dpa
Hannover

Über viele Jahrzehnte haben sich Banken und Sparkassen darauf verlassen, dass sie die kurzfristigen Ersparnisse ihrer Kunden langfristig als Kredit verleihen oder in Wertpapieren anlegen können. Auf diese Weise ließ sich eine risikolose Rendite einstreichen, weil ihnen beide Optionen höhere Zinsen einbrachten, als sie ihren Kunden zahlen mussten. Mit dieser Bequemlichkeit ist es vorbei, seit die Europäische Zentralbank (EZB) die Märkte mit Geld flutet und die Zinsen de facto abgeschafft hat.

Kritk am Kurs der EZB

Vor allem für Sparkassen und Volksbanken war der sogenannte Zinsüberschuss immer die wichtigste Einnahmequelle – entsprechend harsch fällt deren Kritik am geldpolitischen Kurs der EZB aus. Dabei muss der Tiefpunkt noch nicht einmal erreicht sein: In Japan können die Banken mit der Zinsdifferenz schon länger nichts mehr verdienen. Folglich werden auch die deutschen Häuser nicht umhin kommen, anders an ihr Geld zu gelangen.

Andere werden der Commerzbank folgen

Die Richtung gibt hier die Konkurrenz in den USA vor: Dort stammen die Erträge der Banken zu mehr als 60 Prozent aus Provisionen, zu denen auch Gebühren gehören. Hierzulande stammt bisher nur etwa ein Viertel der Erträge aus diesem Bereich. Das kann auf Dauer nicht so bleiben: Außer der Commerzbank werden deshalb auch andere Institute ihre Kunden stärker zu Kasse bitten.

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