Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Trump sei Dank
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Trump sei Dank
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:43 19.12.2018
Die Ölpreise sind stark gefallen – obwohl die Opec eine Förderkürzung beschlossen hat. Quelle: Jan-Philipp Strobel/dpa
Hannover

Noch im Sommer sahen die Prognosen ganz anders aus: Die meisten Experten waren sich einig, dass der Ölpreis auf seinem Weg nach oben nicht aufzuhalten sein würde – bis zum Jahresende könne sogar die Marke von 100 Dollar je Fass wieder überschritten werden. Auslöser für diese Warnungen waren die von den USA angekündigten Sanktionen gegen den Iran, den viertgrößten Ölexporteur der Welt. Doch es kam anders: Seit Anfang November befinden sich die Notierungen im freien Fall.

Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Zum einen zeichnet sich ein Ende des langjährigen Wirtschaftsaufschwungs ab – diese Erwartung lässt an den Börsen auch die Aktienkurse einbrechen. Zum anderen hat Donald Trump erneut einen seiner abrupten Kurswechsel vollzogen und neben China und Indien sechs weiteren Staaten erlaubt, für weitere 180 Tage Öl aus dem Iran zu importieren.

Dieser Schritt hat insbesondere Saudi-Arabien und Russland auf dem falschen Fuß erwischt. Beide Länder hatten ihre Ölproduktion nach oben geschraubt, um die Auswirkungen der Sanktionen gegen den Iran zu lindern. Die Opec will ihre Fördermenge nun wieder zurückfahren und auch Nichtmitglieder haben Kürzungen angekündigt. Noch bleibt das ohne Konsequenzen. Aber auch eine erneute Kehrtwende wäre keine große Überraschung: Insbesondere Venezuela, Libyen, Nigeria und der Irak gelten als unsicher – wenn dort wegen politischer Unruhen die Produktion einbricht, kann die Nachfrage das Angebot schnell wieder übersteigen.

Von Jens Heitmann

Niedersachsen Kalibergwerk Sigmundshall bei Wunstorf - Was das Produktionsende für die Kumpel bedeutet

50 Grad Hitze, 1400 Meter Tiefe: Mit der Schließung des Kalibergwerks Sigmundshall bei Wunstorf verschwindet eine einzigartige, extreme Arbeitswelt. Die Kumpel hoffen auf die Reaktivierung des Standorts Giesen.

22.12.2018

Der hannoversche Energieversorger e:veen hat einen neuen Eigentümer. Naturstrom übernimmt die Firma und will den hiesigen Standort erhalten. Wie es für die 50 Mitarbeiter weitergeht, ist unklar.

19.12.2018

VW will sein System für die Bonuszahlungen an die Top-Manager überarbeiten. Individuelle Vergütungen sollen dabei entfallen. Betroffen sind davon etwa 450 Führungskräfte.

19.12.2018