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Kommentar zur Opec: Ehrenmitglied Russland

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18:04 02.07.2019
Saudi-Arabien und Russland ziehen bei der Ölförderung an einem Strang. Quelle: dpa
Hannover

Was Deutschland und Frankreich für die Europäische Union sind, verkörpern Saudi-Arabien und Russland für das Kartell der Ölförderer: Ziehen die beiden wichtigsten Partner an einem Strang, dann bleiben für die übrigen Mitglieder meist nur Nebenrollen – die von den Großen getroffenen Entscheidungen können die Kleinen kaum mehr umstoßen. Deshalb war schon vor der Tagung der Opec absehbar, dass die Länder ihre Förderlimits nicht anheben: Saudis und Russen wollen die Preise hochhalten – wenn auch aus unterschiedlichen Interessen.

Das arabische Königreich benötigt ein Niveau von 80 Dollar je Fass, um seinen Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Wegen der unsicheren Konjunkturperspektiven hatte der Ölpreis dieses Level zuletzt deutlich unterschritten – dass die Fracker in den USA ihre Produktion auf neue Höhen schraubten, tat ein Übriges. Da der Marktanteil der Opec inzwischen auf unter ein Drittel geschrumpft ist, kann die Organisation diese Herausforderung nicht mehr aus eigener Kraft kontern: Sie ist auf Hilfe aus dem Kreml angewiesen. Zusammen reicht es noch für einen Anteil von 50 Prozent des Weltmarktes.

Deshalb haben die Saudis Russland quasi zum Ehrenmitglied ernannt – das Kartell firmiert jetzt als Opec+. Die Führung in Moskau kann angesichts niedriger Förderkosten auch mit einem niedrigeren Ölpreis leben; sie nutzt ihre Macht strategisch, um Einfluss im Nahen Osten zu gewinnen. Das aber wirkt wie ein Spaltpilz für die Gründer der Opec: Insbesondere der Iran steht dem Bündnis zwischen Saudis und Russen sehr skeptisch gegenüber. Katar hat sich bereits im Januar von der Opec abgewendet, ein Abschied Teherans würde das Kartell weiter schwächen.

Von Jens Heitmann

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