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Niedersachsen Krabbenfischer in Niedersachsen beenden Fangstopp
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Krabbenfischer in Niedersachsen beenden Fangstopp
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12:49 25.05.2011
Nach den Protesten gegen zu niedrige Preise haben Niedersachsens Krabbenfischer am Mittwoch ihren Fangstopp beendet. Quelle: dpa (Archivbild)
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Zuvor sei mit dem Handel ein Marktpreis von 2,50 Euro vereinbart worden, der wöchentlich um 10 Cent bis auf einen Kilopreis von 3 Euro steigen solle. Zudem werde die Fangmenge für eine Woche auf 1500 Kilo pro Kutter begrenzt.

Roger Alts von der Erzeugergemeinschaft Norddeich zeigte sich noch nicht zufrieden mit der Situation. „Jetzt zählt aber jeder Tag, sonst rennt uns die Zeit durch die Finger“, sagte der Fischer auf seiner ersten Fangfahrt nach mehr als vier Wochen. „Wir müssen jetzt das Beste draus machen.“ Zur transnationalen Erzeugergemeinschaft gehören fast alle deutschen und die Hälfte der niederländischen Krabbenfischer

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Fischer der Erzeugergemeinschaften, des Handels und der Verbände wollen sich auf Einladung des Landwirtschaftsministeriums am Freitag (27.) zu einem runden Tisch in Bonn treffen. Dabei geht es vor allem um die Suche nach Möglichkeiten, die finanzielle Situation der Fischer langfristig abzusichern. Bei Marktpreisen von weniger als drei Euro pro Kilo Krabben lohnt sich der Fang kaum noch.

Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hatte zuletzt angekündigt, für dieses Jahr die Anzahl der prämienbegünstigten Stillliegetage von 40 auf 50 Tage anzuheben. Für diese Zeit kann eine Sozialvergütung gewährt werden kann. Die niedersächsische Landesregierung hatte zugesichert, die 375 000 Euro teure Nachrüstung der elektronischen Logbücher für alle 125 Krabbenkutter zu übernehmen.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Dirk Stelzl 25.05.2011
Lars Ruzic 21.05.2011