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Niedersachsen Kritik am geplanten Tarifsystem von Metronom
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Kritik am geplanten Tarifsystem von Metronom
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10:29 07.12.2010
Ein Metronom im Bahnhof von Uelzen. Quelle: Nico Herzog
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Vor allem auf kleineren Bahnhöfen bedeutet dies eine deutliche Verschlechterung des Services. Dort baut wiederum die Deutsche Bahn (DB) ihre Automaten ab, und es gibt künftig keine Fahrkarten für den Fernverkehr mehr. In verschiedenen Bahnhöfen wurden bereits blau-gelbe Automaten des Metronom aufgestellt.

An den Metronom-Automaten soll es nach Angaben des Fahrgastbeirats für den Landkreis Harburg nur noch Tickets für Züge der Uelzener Bahngesellschaft geben. Fernverkehrsverbindungen kann man dort nicht aufrufen. Auch kann man keine Umsteigefahrkarten oder Sparpreise für ICE- oder IC-Züge der Deutschen Bahn kaufen. Metronom will durch das eigene Vertriebssystem weniger Provisionen an die DB für deren Fahrkartenverkauf entrichten. Außerdem soll dieser Schritt Auswirkungen auf die Fahrgeldaufteilung in Verkehrsverbünden wie dem Hamburger Verkehrsverbund haben, in dem der Metronom ebenfalls fährt.

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Beim Uelzener Unternehmen will man sich noch nicht in die Karten schauen lassen und verweist auf eine Pressekonferenz zu diesem Thema am kommenden Freitag – also nur zwei Tage vor der Einführung des Tarifsystems.

Was dort als Erfolg verkauft werden soll, ist für den Fahrgastbeirat ein Schritt zurück. „Der Dumme ist der Kunde, der Tarifdschungel wird noch undurchsichtiger“, meint Beiratssprecher Klaus Steinfatt. Überhaupt sei der Metronom zum „Sorgenkind“ geworden: „Es gibt einen dramatischen Qualitätsverlust bei dem Unternehmen“.

Thomas Mitzlaff