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Niedersachsen Länder-Angestellte legen Arbeit nieder
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Länder-Angestellte legen Arbeit nieder
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15:41 28.02.2011
Kundgebungsteilnehmer ziehen am Montag im Rahmen eines ganztätigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst im Saarland durch Saarbrücken.
Kundgebungsteilnehmer ziehen am Montag im Rahmen eines ganztätigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst im Saarland durch Saarbrücken. Quelle: dpa
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Beschäftigte der Länder wollen an diesem Donnerstag in Niedersachsen und Bremen in den Warnstreik treten. Angestellte Lehrer, Straßenwärter und Beschäftigte in Unikliniken und Landesämtern werden nach Gewerkschaftsangaben den ganzen Tag über die Arbeit niederlegen. Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft Verdi vor der dritten Tarifrunde für den Öffentlichen Dienst den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die zentrale Kundgebung wird in Bremen organisiert. Verdi rechne mit mindestens 4000 Teilnehmern, berichtete die Gewerkschaft am Montag in Hannover.

Zum Auftakt der bundesweiten Warnstreiks am Montag im Saarland und in Hessen bezeichnete es Verdi-Chef Frank Bsirske als eine „Provokation“, dass die Arbeitgeber erst ein Angebot vorlegen wollten, wenn die Gewerkschaften ihre Forderungen zurücknähmen. Damit seien die Verhandlungen festgefahren.

Die Tarifgespräche für bundesweit rund 600.000 Angestellte sind bislang ergebnislos geblieben. Die Gewerkschaften fordern eine einmalige Zahlung in Höhe von 50 Euro und eine lineare Erhöhung von 3 Prozent. Die Arbeitgeberseite mit Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) als Verhandlungsführer hat bisher kein Angebot vorgelegt.

Die Gewerkschaftsforderung lehnte er mit Verweis auf die leeren Kassen der Länder als überzogen ab. Dagegen sagte der Verdi-Tarifkoordinator für Niedersachsen-Bremen, Harald Memenga: „Das ist eine Forderung, die in die Zeit passt.“ Bis zur dritten Tarifrunde am 9. März müsse Möllring seine Hausaufgaben erledigen, forderte die stellvertretende Verdi-Landesleiterin Susanne Kremer in Hannover.

Mit der zentralen Demonstration in Bremen will Verdi auch auf Äußerungen der Bremer Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) reagieren, die neue Vize-Verhandlungsführerin der Länder ist. Sie hatte vor einem zu hohen Tarifabschluss gewarnt und als letztes Mittel auch einen Ausstieg aus der Tarifgemeinschaft der Länder nicht ausgeschlossen.

dpa

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