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20:03 23.03.2011
Von Dirk Stelzl
Arbeiter von Alstom demonstrieren gegen Arbeitsplatzabbau.
Arbeiter von Alstom demonstrieren gegen Arbeitsplatzabbau. Quelle: Jens Krone
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Durch weitere Gespräche mit Alstom-Managern will die Landesregierung erreichen, dass bei dem Schienenfahrzeug-Hersteller in Salzgitter möglichst viele Stellen erhalten bleiben. In der kommenden Woche wolle Wirtschaftsminister Jörg Bode oder Staatssekretär Oliver Liersch (beide FDP) mit Vertretern der Alstom-Deutschland-Geschäftsführung sowie des Betriebsrats, der niedersächsischen Arbeitsagentur, der Stadt Salzgitter und des Arbeitgeberverbands NiedersachsenMetall reden, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Dabei soll es auch darum gehen, wie Beschäftigte im Fall eines Arbeitsplatzverlustes bei anderen Unternehmen in der Region wie etwa Bosch, Volkswagen oder Salzgitter AG unterkommen könnten. Mögliche Beihilfen für Alstom seien noch kein Thema, hieß es.

Alstom-Transport will in seinem Werk in Salzgitter rund 700 Stellen abbauen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu verbessern. Außerdem sollen Verträge von Zeitarbeitern und befristet Beschäftigten nicht verlängert werden. Der Rohbau von Fahrzeugen soll nach Polen verlagert werden. Die Belegschaft hatte dem Management Vorschläge gemacht, wie die Produktivität auch ohne einen solch drastischen Stellenabbau erhöht und die Kosten verringert werden könnten. Es sei unverständlich, warum Alstom das fundierte Konzept des Betriebsrates nicht berücksichtige, kritisierte das Wirtschaftsministerium.

Nach Ansicht der Grünen im Landtag ist aber auch die Landesregierung mitverantwortlich für den drohenden Arbeitsplatzabbau: Da das Land Großkunde von Alstom sei, „hätte Wirtschaftsminister Bode sich frühzeitiger mit der Lage beschäftigen und entsprechenden Druck auf den Konzernvorstand in Paris ausüben müssen“, meinte der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen, Enno Hagenah.

Mit einer spontanen Arbeitsniederlegung hat gestern ein großer Teil der Belegschaft des Werks auf die Pläne des französischen Konzerns reagiert. Im Anschluss an eine Betriebsversammlung gegen 12.30 Uhr seien schätzungsweise 1500 Mitarbeiter nicht mehr an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt statt bis zum Ende der Schicht weiterzuarbeiten, berichtete Betriebsratschef Bernd Eberle.

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