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Niedersachsen Geplante Werksschließung wird zum Politikum
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Geplante Werksschließung wird zum Politikum
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18:33 08.05.2015
Von Lars Ruzic
Bei Contitech in Salzgitter sind 220 Jobs bedroht. Quelle: dpa
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Hannover

„Wir sind in Gesprächen mit Geschäftsführung und Betriebsrat und versuchen, das Bestmögliche für den Standort und seine Mitarbeiter zu erreichen“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) dieser Zeitung. In dem Werk, das Klimaschläuche vor allem für Volkswagen produziert, droht 220 Beschäftigten der Verlust ihres Arbeitsplatzes.

Der Oberbürgermeister der Stadt, Frank Klingebiel (CDU), gab sich sogar zuversichtlich, die Schließung noch verhindern zu können. Er hatte bereits vor Wochen an die VW-Spitze appelliert, hier noch einmal mit Conti ins Gespräch zu kommen. Der Zulieferer hatte einen Folgeauftrag für Klimaschläuche des VW Transporters nur bekommen, weil er sie künftig in Rumänien statt in Salzgitter fertigen lässt. VW-Beschaffungsvorstand Francisco Javier Garcia Sanz hatte in einem Brief an Klingebiel Gesprächsbereitschaft erkennen lassen. Eine alternative Lösung dürfe jedoch die Wettbewerbsfähigkeit von VW nicht gefährden.

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Conti kann sich bei seiner wirtschaftlichen Situation nicht erlauben, mal so eben ein Werk zu schließen“, sagte der Leiter des IG-BCE-Landesbezirks Nord, Ralf Becker. Schließlich schreibe der Konzern satte Gewinne. Die Gewerkschafter bei Contitech und VW wollen sich in den nächsten Tagen beraten. Das Werk geht auf eine Ausgliederung aus der VW-Motorenfabrik in Salzgitter zurück. Vor 20 Jahren übernahm Contitech 60 VW-Beschäftigte, von denen heute allerdings nur noch wenige an Bord sind.

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