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Niedersachsen Gute Ernte, schlechte Ernte
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16:23 16.10.2013
Gute Ergebnisse: Die Gesamtertrag der Getreideernte in Niedersachsen stieg in diesem Jahr um 17 Prozent. Quelle: dpa
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Wunstorf

Die Landwirte in Niedersachsen haben in diesem Jahr mehr Getreide geerntet als 2012. Der Gesamtertrag stieg um 17 Prozent. "Das Getreide gehört zu den Gewinnern, schwieriger hatten es die Kartoffeln, der Mais und die Zuckerrüben", sagte Arendt Meyer zu Wehdel, Präsident der Landwirtschaftkammer Niedersachsen, am Mittwoch in Liethe bei Hannover.
Der Winterweizen habe mit rund 21 Prozent der gesamten Ackerfläche den größten Anteil an der Weizenernte. Zweitwichtigstes Getreide ist der Roggen. "Eine gute Ernte bedeutet aber nicht unbedingt ein finanzielles Plus. Beim Roggen gibt es durch die Ausdehnung des Anbaus und die Ertragssteigerung einen Preiseinbruch", erklärte Meyer zu Wehdel.
Bei den Kartoffeln ging der Ertrag um rund elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, die Anbauer erwarten eine Erntemenge von etwa 4,3 Millionen Tonnen. Der Preis für die Verbraucher steigt. Auch bei den Öko-Kartoffeln gingen die Erträge zurück. Dennoch bliebe Niedersachsen die wichtigste Kartoffelregion Deutschlands, betonte der Präsident.
Für den Mais war 2013 laut Meyer zu Wehdel ein schwieriges Jahr. Die Erntemengen seien um 20 Prozent niedriger als 2012. Als Grund nannte er die ungünstigen Witterungsbedingungen – ein langer, kalter Winter, das kühle Frühjahr mit extremen Niederschlägen in kurzer Zeit sowie die Trockenheit im Sommer. Die Rübenanbauer erwarten nach zwei Spitzenjahren eine eher durchschnittliche Ernte. Sie gehen von einem Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Die Zuckergehalte könnten aber noch ein gutes Niveau erreichen.
Mit 566 000 Tonnen geerntetem Winterraps verzeichnen die Landwirte ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zu 2012, dabei seien die Ölgehalte allerdings etwas niedriger. Die geerntete Rapsfläche hingegen ist deutlich gestiegen. In Niedersachsen gibt es nach Angaben der Landwirtschaftskammer rund 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und 700 000 Hektar private Waldflächen.
Die niedersächsischen Landwirte hätten sich beim Düngen mit Gülle an den Erlass des Landwirtschaftsministeriums gehalten, betonte Meyer zu Wehdel. Zum Schutz des Grundwassers müssen sich Landwirte demnach beim Düngen ihrer Felder einschränken. "Wir arbeiten eng mit der Landesregierung zusammen und sind mit Experten in Kontakt", erklärte der Präsident. Die Landwirtschaftskammer habe Daten für einen Nährstoffbericht erhoben und dem Land vorgelegt. Zudem engagiere sich die Kammer für einen besseren Informationsfluss. Meyer zu Wehdel zeigte sich zuversichtlich, dass bestehende Probleme gelöst werden.

dpa

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