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Niedersachsen Mehr als 2000 Aussteller auf der EMO in Hannover
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Mehr als 2000 Aussteller auf der EMO in Hannover
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07:57 14.09.2011
Von Dirk Stelzl
Von der guten Wirtschaftslage profitiert auch die Messe EMO in Hannover. Quelle: dpa (Archivbild)
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Hannover

„Unsere Branche befindet sich derzeit in einer sehr robusten Verfassung“, sagte der Generalkommissar der Metallbearbeitungsmesse EMO, Detlev Elsinghorst, am Dienstag in Hannover.

Auch der Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, Wilfried Schäfer, bekräftigte wenige Tage vor Beginn der EMO: In der Branche sei noch keine „nennenswerte“ Abschwächung der Konjunktur erkennbar. Auf der Messe präsentieren sich vom 19. bis 24. September fast 2040 Aussteller aus 41 Ländern in Hannover.

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Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie rechnet für dieses Jahr mit einem Produktionszuwachs von 30 Prozent und wäre damit fast wieder auf dem Niveau von vor der Wirtschaftskrise angelangt. In den ersten sechs Monaten 2011 hätten sich die Bestellungen mehr als verdoppelt, sagte Elsinghorst. Die Produktionskapazitäten seien zu fast 95 Prozent ausgelastet. Der Auftragsbestand reiche weit ins kommende Jahr hinein.

Das Wachstum bei den Auftragseingängen werde zwar geringer, und die Staatsschuldenkrisen und Turbulenzen an den Finanzmärkten hinterließen gewiss ihre Spuren. Es sei aber zu früh, „die Auswirkungen zu konkretisieren“. Ähnlich äußerte sich Wolfgang Sengebusch, der Geschäftsführer des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im Maschinenbauverband VDMA: Die Nachfrage werde bestimmt noch eine ganze Weile auf hohem Niveau bleiben. Weitere Nachfrageimpulse versprechen sich die Hersteller von Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen von der EMO („Exposition Mondiale de la Machine Outil“), die zum ersten Mal nach vier Jahren turnusgemäß wieder in Hannover stattfindet. Die Messe wird alle zwei Jahre im Rhythmus Hannover-Hannover-Mailand veranstaltet.

„Wir sind fest überzeugt, dass wir wieder eine ganz erfolgreiche EMO abliefern werden“, sagte Elsinghorst. Es seien fast so viele Aussteller dabei wie im Jahr 2007 – „und das war eine der besten Veranstaltungen, die wir je hatten“. Damals beteiligten sich rund 2100 Aussteller an der Messe. Diesmal belegt die EMO in 16 Hallen eine Nettoausstellungsfläche von 176.000 Quadratmetern.

Auf der Branchenschau stellen Firmen zum Beispiel spanende und umformende Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme, Präzisionswerkzeuge, Messtechnik, Technik für automatisierten Materialfluss sowie Antriebs- und Steuerungstechnik vor. Abnehmer der Produkte sind etwa die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Luftfahrtindustrie, der Schiffbau oder die Medizintechnikbranche. „Die EMO ist Hightech pur“, sagte Deutsche-Messe-Vorstand Ernst Raue.
Während der Messe wird es auch einen zweitägigen internationalen Kongress über „nachhaltige Produktion“ sowie einen vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover organisierten Kongress über neue Fertigungstechnologien in der Luft- und Raumfahrt geben. In der Sonderschau „Maschinenbauer – Job mit Power“ wird über Ausbildungsinhalte und Karrierechancen im Werkzeugmaschinenbau informiert.

13.09.2011
Lars Ruzic 12.09.2011