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Niedersachsen Merkel beansprucht Auto-Technologieführerschaft für Deutschland
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Merkel beansprucht Auto-Technologieführerschaft für Deutschland
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16:49 29.01.2011
Daimler stellte am Sonnabendmittag in Sindelfingen den neuen Sportwagen SLK vor. Quelle: dpa
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum 125. Geburtstag des Autos die Technologieführerschaft für Deutschland beansprucht. In ihrem neuen Video-Podcast betonte sie am Samstag: „Deutschland ist Auto-Land. Deutschland hat die Technologien des Automobils über viele Jahre bestimmt und möchte das auch in Zukunft tun.“ Die Entwicklung von Carl Benz vor 125 Jahren würdigte Merkel als „eine der größten Erfindungen für die Mobilität in der Welt“.

Am 29. Januar 1886 hatte Benz das Patent für seinen Motorwagen Nummer 1 angemeldet. Die Bundeskanzlerin wollte am Samstagabend bei einem Festakt im Mercedes-Museum in Stuttgart sprechen. Zu der Veranstaltung mit Daimler-Chef Dieter Zetsche und Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) wurden mehr als 1000 Gäste erwartet.

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Zu der von Desirée Nosbusch moderierten Gala waren viele Prominente aus dem Bereich Sport eingeladen - unter anderen Fußball-Legende Franz Beckenbauer, Nationaltrainer Joachim Löw und der Teammanager der Nationalelf, Oliver Bierhoff. Ferner standen der Boxer Vitali Klitschko und der mehrmalige Formel-1- Weltmeister Michael Schumacher auf der Gästeliste. Außerdem wollten die Formel-1-Größen Nico Rosberg, David Coulthard, Mika Häkkinen und Niki Lauda teilnehmen.

Vor dem Festakt stellte Daimler am Mittag in Sindelfingen den neuen Sportwagen SLK vor. Am Rande der Veranstaltung sagte der Vertriebschef von Mercedes-Benz Cars, Joachim Schmidt, dass die Kernmarke des Autobauers auch im Januar beim Absatz kräftig zugelegt habe: „Ich hoffe, dass es wieder zweistellig wird.“

Merkel sagte in ihrem Video-Podcast weiter, Deutschland sei bei neuen Technologien für das Auto immer Innovationstreiber gewesen. Heute stehe das Automobil vor riesigen Herausforderungen: „Neue Antriebstechnologien stehen dabei im Fokus der Diskussion - Hybridtechnologien genauso wie die Elektromobilität mit dem Elektromotor. Wir wollen bis zum Jahre 2020 eine Million Elektroautos haben“, erklärte sie.

Es gehe allerdings nicht nur um Antriebstechnologien, sondern „vor allen Dingen auch darum, die richtige Infrastruktur zu haben“. Es gebe ein gemeinsames Konzept von Wirtschaft und Bundesregierung, und es gelte zusammenzuarbeiten, „um beizeiten die Weichen richtig zu stellen“. Erste Modellversuche zwischen Elektrizitätsunternehmen und Automobilherstellern zeigten in die richtige Richtung. „Aber für ein großes Land wie Deutschland ist natürlich noch sehr viel zu tun.“

Die Bundeskanzlerin erklärte: „Wenn wir Weltmarktführer im Automobilbereich bleiben wollen, müssen wir bei der Elektromobilität mit vorne dabei sein. Und das heißt auch, dass die entsprechende Infrastruktur bereitgestellt werden muss. Damit es uns nicht so geht wie damals der Familie Benz.“ Denn wegen der besseren Wegstrecken habe das Auto seinen ersten Siegeszug in Frankreich angetreten.

dpa