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Niedersachsen Ein Ausrufezeichen für die CeBIT
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Ein Ausrufezeichen für die CeBIT
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20:07 15.09.2014
Messe-Vorstand Oliver Frese hat auch Rückkehrer für die CeBIT geworben. Quelle: Peter Steffen
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Hannover

Unerschöpflich ist die Kunst der Messemacher und ihrer Kreativen, die digitale Durchdringung aller Lebens- und Geschäftsbereiche in immer neue Worte zu fassen - buchstäblich „neue“ Worte, denn gebrauchte nehmen sie nicht. So brachte uns 2014 die Schöpfung „Datability“, im Jahr davor war es „Shareconomy“.

Jetzt also „d!conomy“, wobei der erste Buchstabe nicht für das Gastgeberland, sondern für „digital“ steht und der Rest natürlich für „economy“. Das Kunstwort beschreibe „den rasanten Einzug der IT in alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt der seit gut einem Jahr für die CeBIT zuständige Messe-Vorstand Oliver Frese. Gleich zu seiner persönlichen Premiere im März 2014 hat er die Messe radikal auf das Fachpublikum zurechtgestutzt und einen Besucherschwund auf nach Veranstalterangaben 210 000 Gäste in Kauf genommen. Danach werde es wieder aufwärtsgehen, kündigte er damals an, und sieht sich auf Kurs: „Die Zeichen stehen heute schon auf Wachstum bei Fläche und Ausstellern.“

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Dazu dürfte auch das Partnerland beitragen, denn mit China hat die Messe einen zugkräftigeren Partner geworben als in den vergangenen Jahren. Mehr als 600 chinesische Aussteller erwartet Frese, „wir wissen heute schon, dass die Alibaba-Gruppe auf die CeBIT kommen wird“. Auch Huawei-Vorstand Guo Ping habe bereits seinen Auftritt bei der Vortragsserie „Global Conferences“ zugesagt.

Außerdem gibt es Rückkehrer mit eigenen Ständen zu begrüßen: Der Bürotechnik-Konzern Konica Minolta - mit der Europa- und Deutschland-Zentrale in Langenhagen ansässig - sei wieder dabei, erstmals seit 2006. Außerdem habe man diverse Mehrjahresverträge mit Ausstellern abgeschlossen, und mit einigen Unternehmen werde aktuell auch über Vergrößerungen der Ausstellungsfläche verhandelt.

Eine Halle, die dieses Jahr nicht gefüllt werden konnte, soll 2015 zu den besonders lebendigen gehören: Halle 11 wird dann „Scale 11“ beherbergen, einen Treffpunkt für Jungunternehmer und Investoren. Frese spricht gern vom „Ökosystem Start-ups“ - sozusagen die Ergänzung zum eingeführten Gründerwettbewerb Code-N, den es auch weiterhin in der Halle 16 geben soll. Von der jungen Start-up-Szene verspricht sich Frese mehr Farbe zwischen den vielen grauen Anzügen auf dem Messegelände. Und das eine oder andere Ausrufezeichen.

Von Stefan Winter und Ralf Krüger

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