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Nach Raub: Sparkasse Hannover will Schließfächer besser sichern

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07:07 08.08.2019
Die Schließfachanlagen der Sparkasse Hannover sollen sicherer werden. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Nach dem Aufbruch von Schließfächern in zwei Filialen will die Sparkasse Hannover ihre Anlagen besser sichern. „In einem ersten Schritt möchten wir die Schließfach-PIN unserer Kunden von einem bisher fünfstelligen auf einen sechsstelligen Code umstellen“, heißt es in einem Schreiben an die Mieter, das der HAZ vorliegt. Darüber hinaus werde man die „Zugangstechnik vor und in den Schließfachräumen“ umrüsten. Die Arbeiten hätten bereits begonnen.

Anfang Juli haben bisher unbekannte Täter in zwei Filialen am Moltkeplatz und in der Limmerstraße insgesamt 48 Schließfächer ausgeraubt. Wie sich die Kriminellen Zugang zu den Anlagen verschafft haben und wie hoch der Schaden ist, wissen die Ermittler noch nicht. Es wird vermutet, dass die Täter mithilfe eines manipulierten Kartenlesegerätes an die Kundendaten gekommen sind. Haftungsrechtsexperten sehen Anzeichen dafür, dass die Sparkasse ihre Obhuts- und Sorgfaltspflichten verletzt hat – damit könnten Kunden Schadensersatzansprüche begründen.

Das Institut weist diese Vorwürfe zurück. Der Zugang zu den Schließfächern sei dreifach gesichert: Außerhalb der Öffnungszeiten hätten die Kunden nur über ihre EC-Karte Zutritt zur Schalterhalle. In einem separaten sogenannten Diskretraum müssten sie sich ein zweites Mal mit ihrer Karte und einer fünfstelligen PIN identifizieren.

Nach der Autorisierung werde dem Kunden das Schließfach automatisch zum Zugriff freigegeben – es öffne sich aus einem Sicherheitsbereich heraus. „Damit sind wir auf dem neuesten Stand der Sicherheit“, hatte die Sparkasse nach der Tat erklärt.

Diese Einschätzung gelte weiterhin, sagte ein Unternehmenssprecher: „Präventiv noch vorsichtiger zu sein, ist aber sinnvoll.“ Die Umrüstung automatisierter Anlagen mit rund 26.000 Schließfächern sei keine Reaktion auf die Raubzüge, man habe diese Maßnahme bereits Ende 2018 geplant. Denkbar sei auch, den Zugang der Kunden zu den Schließfächern dauerhaft auf die Öffnungszeiten der Filialen zu beschränken – bis zu den Aufbrüchen war das bei automatisierten Anlagen rund um die Uhr möglich. „Das wäre eine zusätzliche Präventionsmaßnahme“, sagte der Unternehmenssprecher.

Von Jens Heitmann

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