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Niedersachsen Neuer Golf 7 vor der Premiere
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17:49 22.08.2012
Foto: Der neue Golf 7 soll das Vorgängermodell in den Schatten stellen.
Der neue Golf 7 soll das Vorgängermodell in den Schatten stellen. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Volkswagen will mit einer Neuauflage seines Erfolgsmodells Golf die Konkurrenten weltweit auf Abstand halten. Dabei setzt Europas größter Autobauer auf neue Produktionsmethoden, von der andere Fahrzeuge des Konzerns dieser Klasse profitieren sollen. Der neue Golf 7 soll nach dem Bestreben des VW-Konzerns ein Trendsetter wie seine Vorgänger werden. Doch die Wettbewerber sind VW auf den Fersen - nicht nur Daimler und BMW, vor allem auch die asiatischen Konkurrenten Toyota und Hyundai.

Seit Montag wird die siebte Golf-Generation gebaut, doch außerhalb der Werkshallen ist von dem Wagen nichts zu sehen. Eine Übersicht der Vorfahren.

Länger, breiter, sicherer und leichter ist der Neue - aber trotz bis zu 23 Prozent günstigerem Verbrauch noch kein echtes Drei-Liter-Auto. Wenige Tage vor der Premiere der siebten Generation des wichtigsten VW-Modells präsentierte der Wolfsburger Autobauer erste Details zum neuen Auto. Die neue Golf-Generation soll neben dem Modell-Erfolg des bisher rund 29 Millionen Mal gebauten Bestsellers auch das neuartige VW-Produktionsverfahren „Modularer Querbaukasten“ absichern.

„Wir werden die steilste Produktions-Anlaufkurve fahren, die es je bei VW gegeben hat“, so Produktionsvorstand Hubert Waltl. VW investierte Milliardenbeträge in die Vorbereitung der Fertigung. Dank der modernen Fertigungsverfahren soll der ab November lieferbare Golf bis zu 100 Kilogramm weniger Gewicht haben als sein Vorgänger. Nicht zuletzt diese Gewichtsersparnis soll den Verbrauch um im Schnitt 13,9 Prozent senken - einige Versionen sollen es sogar auf eine 23-prozentige Ersparnis bringen.

Der sparsamste Golf Diesel BlueMotion wird nach VW-Angaben einen Verbrauch von 3,3 Litern (85 Gramm CO2) haben, in der Basisversion dagegen bei 3,8 Litern liegen. Der Verbrauch des sparsamsten Golfs mit Benzinmotor wurde mit 4,8 Liter (111 Gramm CO2) pro 100 Kilometer angegeben.

Damit bleibt allerdings auch der neue Golf 7 noch hinter den Erwartungen der Umweltorganisation Greenpeace zurück. Die hatte den Golf 7 als Drei-Liter-Auto in der Basisversion gefordert. „Mit einem relativ sparsamen Diesel BlueMotion als Aushängeschild ist dem Klima nicht geholfen, solange die Basisversionen ohne den besten Stand der Spritspartechnik fahren“, erklärte der verkehrspolitische Greenpeace-Sprecher Wolfgang Lohbeck in einer Erklärung.

Bei der Medien-Präsentation vor der Weltpremiere am 4. September in Berlin wurde vor allem das Innenleben des neuen Hoffnungsträgers präsentiert. Das Volumen des Kofferraums legte um 30 auf 380 Liter zu, auf den hinteren Sitzen gibt es zwei Zentimeter mehr Beinfreiheit, und bei der Ausstattung sind nun auch Oberklasse-Extras wie ein angepasstes Scheinwerfersystem, eine Notbremsfunktion und eine Spurführungshilfe mit Lenkeingriff. Außerdem warnt der Wagen müde Fahrer und bremst automatisch in bestimmten Notfällen

Der Golf als „klassenloses“ Fahrzeug ist das wichtigste Massenmodell des Konzerns, das einst seine eigene Klasse begründet hat. Vom Erfolg oder Misserfolg hängt das Schicksal des gesamten Konzerns wesentlich ab, kommentierten Autoexperten. Auch deshalb betreibe VW eine große Geheimhaltung um den neuen Golf 7 bis zur offiziellen Premiere. Bei der Medienpräsentation blieben die Umrisse noch verhüllt.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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