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Niedersachsen Niedersachsens Arbeitgeber fürchten die Euro-Krise
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Niedersachsens Arbeitgeber fürchten die Euro-Krise
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17:16 07.09.2012
Fast die Hälfte der befragten Arbeitgeber in der Metall- und Elektrobranche wollen ihre Investitionen im kommenden Jahr senken. Quelle: dpa
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Dennoch sieht Verbandsgeschäftsführer Volker Schmidt die Lage der Firmen positiv: „Unsere Unternehmen verkraften die Konjunkturabschwächung deutlich besser als dies bundesweit zu beobachten ist.“ An der Umfrage beteiligten sich mehr als 800 niedersächsische Unternehmen aus der Metall-, Elektro-, Kautschuk- und Verpackungsindustrie. „Zwar hat die rasche weltwirtschaftliche Erholung eine Pause eingelegt. Für Panik oder Hysterie besteht indes kein Anlass“, sagte Verbandschef Schmidt.

Der Umfrage zufolge erwarten rund die Hälfte der niedersächsischen Unternehmen eine Stabilisierung auf hohem Niveau bei den Auftragseingängen. Allerdings wollen auch etwa 48 Prozent der befragten Arbeitgeber in der Metall- und Elektrobranche ihre Investitionen im kommenden Jahr senken. Volker Schmidt führt das auf die wachsende Angst vor negativen Auswirkungen der Euro-Krise zurück. „Die Euro-Krise führt zur Verunsicherung. Investitionsprojekte werden verschoben oder nur vorsichtig angegangen“, sagte er.

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In Bezug auf den Arbeitsmarkt liefert die aktuelle Konjunktur-Umfrage positive Signale: Ein größerer Abbau von Arbeitsplätzen in Niedersachsen ist demnach nicht zu erwarten. Arbeitgeberverbandschef Schmidt machte vielmehr auf den Fachkräftemangel in der Metall- und Elektro-Industrie aufmerksam: „Wir gehen davon aus, dass allein die Nachbesetzung altersbedingt freiwerdender Arbeitsplätze in unseren Branchen in einer Größenordnung von rund 12 000 Arbeitsplätzen liegt - davon allein 4000 bis 5000 bei Metall- und Elektro.“

Der Fachkräftemangel beeinträchtige zunehmend die Entwicklung der niedersächsischen Unternehmen. Mittlerweile leide darunter bereits etwa ein Drittel der Firmen.

dpa

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