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Niedersachsen Nord/LB-Mitarbeiter fordern Tarifvertrag
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19:21 20.03.2019
Nach der Personalversammlung nahmen rund 300 Nord/LB-Mitarbeiter an einer Verdi-Kundgebung teil. Quelle: Foto: Heidrich
Hannover

Bei der Nord/LB drängen Arbeitnehmervertreter auf mehr Informationen über den geplanten Jobabbau und verlangen einen Haustarifvertrag. „Es braucht schnell Klarheit über die Frage, wie es weitergeht“, sagte die Vorsitzende des Personalrats am Standort Hannover, Edda Döpke. Wer Angst um seinen Arbeitsplatz hat, könne sich nicht auf seine Aufgaben konzentrieren, betonte sie am Mittwoch nach einer nichtöffentlichen Personalversammlung in Hannover.

Döpke schloss sich der Forderung der Gewerkschaft Verdi nach einem Haustarifvertrag an. Ziel sei, Arbeitsplätze und Standorte zu sichern. „Das können wir innerbetrieblich nicht rechtssicher regeln, dazu brauchen wir Verdi“, sagte sie. Die Nord/LB teilte auf Anfrage mit: „Es ist im Moment noch zu früh, über diese Frage zu reden.“

An der vom Personalrat einberufenen Versammlung im Theater am Aegi nahmen laut Döpke rund 1000 Mitarbeiter teil. Das entspricht etwa einem Drittel der Nord/LB-Belegschaft am Standort Hannover. „In Krisenzeiten wollen manche bei Vorgesetzten nicht negativ auffallen“, sagte Döpke.

Die Haupteigentümer der Nord/LB, das Land Niedersachsen und die niedersächsischen Sparkassen, haben zwar Milliarden zur Rettung der angeschlagenen Landesbank zugesagt. Doch sie betonen auch, dass Stellen gestrichen werden müssen. Das laufende Sparprogramm der Nord/LB, durch das bis Ende 2020 rund 1250 Stellen entfallen, reicht den Trägern nicht aus.

Wie viele und welche Arbeitsplätze zusätzlich wegfallen, ist allerdings unklar – denn Niedersachsen und die Sparkassen verhandeln zurzeit noch über das künftige Geschäftsmodell und die Größe der Bank. Außerdem müssen die EU-Kommission und Aufsichtsbehörden den Plänen noch zustimmen.

Weil wirbt um Verständnis

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nahm ebenfalls an der Personalversammlung teil. Er habe bei den Beschäftigten um Verständnis dafür geworben, dass die Erstellung eines Personalkonzepts noch Zeit braucht, sagte eine Sprecherin des Ministerpräsidenten. Das sei für die Beschäftigten und ihre Familien eine belastende Situation.

Weil habe auch bekräftigt, dass ein weiterer Personalabbau unvermeidlich ist. Dadurch würden aber auch die verbleibenden Arbeitsplätze zukunftsfest. Die Bank werde kleiner, regionaler und robuster.

Die Gewerkschaft Verdi erklärte, dass die Beschäftigten sich auf der Versammlung klar hinter die Forderung nach einem Haustarifvertrag gestellt hätten. „Dem Vorstand ist jetzt klar, dass nicht nur Verdi das will“, sagte Jörg Reinbrecht, Bereichsleiter der Gewerkschaft. Erneut forderte er den Vorstand auf, mit Verdi zu verhandeln. Die Unklarheit sei für die Beschäftigten „unerträglich“.

Von Christian Wölbert

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